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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Part-Transponierung aus dem Song beim Tyros II



Denni
03.04.2007, 9:55
Guten Tag,

ganz neu hier, habe ich schon eine etwas komplizierte Frage.
Bisher benutze ich ein Roland-Keyboard und denke an einen
Wechsel zum Tyros II nach.
In der Regel setze ich MIDI-Files ein, zu denen ich live spiele.
Da die 'krummen' Tonarten nicht so mein Hobby sind,
transponiere ich heute die Tastatur um einen Halbton, was
wohl auch beim Tyros kein Problem ist, wenn das ganze Stück
etwa in 'Gis' gehalten ist.
Wenn aber der letzte Refrain im Song von G nach Gis wechselt,
ist es vorteilhaft, wenn ein entsprechender Controller im File
enthalten ist, der die Halbton-Transponierung der Tastatur-Parts
zeitpunktgenau vornimmt, so daß ich ab dann einfach in 'G'
weiterspielen kann.
Das war mit Roland und Korg bisher kein Problem, weil ich meine
Files in Cubase selbst erstelle und dort relativ einfach einen RPN-
oder SysEx-Befehl einfügen kann, der sich auf die Tastatur und nicht
auf den Song selbst beziehen soll.
Es heißt, dies sei beim Tyros nicht möglich, wohl könne man aus
dem Song heraus zum richtigen Zeitpunkt den Song transponieren,
nicht aber z.B. die R1-/R3-Parts der Tastatur.
Kann hier jemand etwas dazu sagen oder hat vielleicht eine Lösung?

Vielen Dank.
Dennie
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ChrisKringel
03.04.2007, 12:29
Also was ich jetzt verstanden habe:

Du willst an einer bestimmnten stelle in einem Midifile die Right-Parts nach oben bzw. unten transponieren.

Hmm ich hab mal gehört das man Registrationen über ein Midifile wechseln kann. Vielleicht ist das ein lösung. Auf speicherplatz 1 hast du deine parts normal. Dann stellst du Freeze ein (Voice, Song, ...) und lääst von dem Midi deine Registrationen wechseln.

MfG Chris

Denni
04.04.2007, 10:21
Du willst an einer bestimmnten stelle in einem Midifile die Right-Parts nach oben bzw. unten transponieren.


Exakt.



Hmm ich hab mal gehört das man Registrationen über ein Midifile wechseln kann.


Das scheint eine Lösung zu sein.
Dem Praxisbuch folgend würde ich je Bank nur den ersten Platz mit einer
Registrierung belegen und die sieben Folgeplätze freilassen oder für spezielle
Anwendungen reservieren. Hier käme eben dann eine zweite Registrierung
mit der Transponierung auf den nächsten Platz.
Bleibt die Frage, wie schnell so ein Wechsel innerhalb des Spiels erfolgt.
Da ich mich noch in der Entscheidungsfindungsphase aufhalte und noch
keinen Tyros habe, kann ich das noch nicht testen, denke aber, daß auch
hier alles mit üblicher MIDI-Geschwindigkeit abläuft.

Vielen Dank Chris für den Tipp.
Dennie

Denni
05.04.2007, 10:20
Hallo und guten Tag,

noch einmal:
Die Idee, beim T2 für eine weitere Tranponierung von R1-R3 eine Registration
per MIDI oder aus dem Song aufzurufen, findet zunehmend meine Sympathie.
Leider habe ich bisher keinen SysEx-Befehl dafür gefunden.
Kennt sich da vielleicht jemand aus?

Dennie

Heiko
05.04.2007, 12:00
Hallo Denni,
es gibt das SysEx Keyboard Voices. Es beinhaltet eine abgemagerte Registration. Man kann unter anderem die Voices der Tastatur belegen. Ob auch das Transponieren dabei ist, weiß ich nicht. Der Aufbau des SysEx ist nicht beschrieben. Normalerweise wird es beim Einspielen eines Midifiles am Anfang eingefügt, wenn das Häkchen bei Keyboard Voice gesetzt ist. Man soll es aber mit dem Songcreator oder XG Works auch an eine beliebige Stelle ins Midifile einfügen können. Wie das in der Praxis geht? Keine Ahnung. Ich glaube, dass das Spielen in der Originaltonart, d.h. mit den schwarzen Tasten, mehr Sinn macht. Fleißig üben http://forum.yamaha-europe.com/images/old-ubb/graemlins/tongue.gif
Gruß Heiko

karl13
05.04.2007, 20:37
Hallo Denni,
leider lässt sich der Transpose-Schalter am Tyros1+2 nicht richtig per Midi schalten. Mit dem Fußschhalter MFC10 geht es in halbtonschritten höher und runter zu schalten. Das funktioniert auch. Man kann nun ein Midikabel von MidiA nach MidiB legen (Midischleife) und die entsprechenden Midibefehle ins Midifile einbinden. Dann geht das Keyboard an der richtigen Stelle z.B. einen Halbton hoch und evtl. dann noch einen. Ich habe das nehrfach im Forum erläutert. Falls du dich dafür interessierst einfach nach karl13 suchen (letztes Jahr? oder länger?). Die Fernsteuerung bei Registrationen ging beim Tyros auch nur so zu realisieren.
Das Ganze ist allerdings schon recht aufwändig und wir warten sehnlichst auf ein Betriebssystemupdate mit einem Sysex, dass die Mastertranspose des Tyros schalten kann. Hiermit könnte man dann auch die Transposeeinstellung eines zweiten Keyboards fernsteuern, sicher ein brauchbares Feature.
Beim Tyros2 hast du auch noch die Möglichkeit per Midischleife und Controllerbefehl direkt eine Registration anzusprechen. Hier kannst du dann in eine Reg. nur die Transpose abspeichern (nur ein Haken bei Transpose) und rufst für jede Transpose die passende Reg auf. Problem wird hier eventuell der zeitliche Verzug beim Laden der Reg sein, ich habe diese Lösung nie ausprobiert.
Also prinzipiell geht es irgendwie aber es stellt sich wirklich die Frage, ob sich hier der Aufwand lohnt.

Viel Erfolg!

karl13

Denni
06.04.2007, 10:18
Danke Heiko für Deine Antwort.
Ja, das Üben mit den 'schwarzen Tasten' ist die sicherste Lösung, da hast Du
recht. Aber nach 12 Jahren Roland-Keyboard(s), die mir das einfach
abgenommen haben, hab' ich das etwas verlernt.
Ohne daß ich je ein Yamaha Tyros II gesehen hätte, bin ich nun aber so
überzeugt von diesem Instrument, daß ich auch ein paar Nachteile inkauf
nehmen würde.

Dennie

Denni
06.04.2007, 10:56
Also prinzipiell geht es irgendwie aber es stellt sich wirklich die Frage, ob sich hier der Aufwand lohnt.
Viel Erfolg!

karl13


Guten Tag Karl13,

vielen Dank für die fundierte Antwort, ich werde alles probieren,
sobald der Tyros II hier eingetroffen ist.
Ein paar Sätze zu Deiner Frage, ob sich das alles wirklich lohnt.
Das kann ich jetzt nur für mich und meine Situation beantworten.
Vor meiner Roland-Zeit hatte ich auch ein anderes Verhältnis zu
den 'schwarzen Tasten'. Dann wurde mir das abgenommen und
fortan hatte ich keine Probleme mehr, jede beliebige Tonart zu
spielen, lustig hin und her zu transponieren und dabei immer in
C oder G oder F oder so zu bleiben. Natürlich verdirbt das auf
Dauer den musikalischen Charakter, aber das ist immer so, wenn
die Bequemlichkeit siegt.
Dennoch war es nicht ganz ohne Arbeit, den ich mußte mich sehr
mit MIDI-Controllern und SysEx-Daten beschäftigen und da ich
bisher auch Expander anderer Hersteller eingesetzt habe, auch
mit deren spezifischen Anforderungen.
Jedes MIDI-File mußte ich im Rechner so erstellen, daß es genau
auf mein Equipment eingestellt war. Das waren keine Standard-
Files, sondern ganz spezielle Arrangements, die anderswo nicht
abspielbar waren oder sind. Nicht nur waren die Controller und
SysEx-Daten gerätespezifisch jenseits von GM, XG oder GS, ich
verwendete bis zu 64 Spuren (statt 16) und konnte noch allerlei
andere Dinge realisieren. Der Zeitaufwand war gewaltig, aber
durch die Arbeit kannte ich alle meine (Tausende) Stücke wie im
Schlaf. Übrigens war es am Anfang gar nicht so leicht, nach einer
Transponierung von C nach Cis weiter in C zu spielen

Jetzt will ich zurück zu einfachen Lösungen, kein Kofferraum voll
Equipment mehr, sondern nur noch ein Keyboard, das alles in sich
vereint. Da liegt es nach meiner Vergangenheit nahe, bei Roland
zu bleiben und das aktuelle E80 ist ja auch wirklich nicht schlecht.
Aber über 22kg Gewicht und ein Tiefe von bald 50cm machen das
Gerät für mich zum Mörderteil, solange ich es tranportieren muß.
Größe und Gewicht schrecken mich weitaus mehr ab, als MIDI-
Experimente und systemexclusive Daten.
Irgendwie werde ich das auch beim Tyros II schaffen.
Nochmal danke und Frohe Ostern.

Dennie