Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

POST KILLS MUSIC (beschädigte Noten)

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    POST KILLS MUSIC (beschädigte Noten)

    Ich habe Noten bestellt und mich erst gefreut, dass sie recht schnell kamen. Dann die "Überraschung": Bei den Songbüchern war der Rücken mehrfach eingerissen, beim Buch mit Spiralbindung das Deckblatt verknittert. Die Notenbücher waren in den Briefkasten gestopft worden (das geht zwar bei dünnen geklammerten Zeitschriften, aber nicht bei gut verpackten dicken A4 Liederbüchern). Gut, man kann die Noten zum Musizieren noch benutzen.
    Damit sie mir nicht dabei zerfallen, habe ich sie mir neu binden lassen (Spiralbindung). Kosten 3 EUR/ Buch. Muss ich wohl zahlen.
    Die Noten sind, obwohl eigentlich nagelneu, nicht mehr im Originalzustand und erheblich Wert gemindert, man kann sie weder verschenken, noch weiter verkaufen.
    Die Post nahm die Beschwerde zur Kenntniss, ließ aber noch nicht erkennen, dass sie mich entschädigen will.
    Ich schreibe absichtlich erst jetzt über diesen Fall, denn ich wollte der Post Zeit lassen, den Schaden wieder gut zu machen.
    Wer für eine unzureichende Dienstleistung den vollen Preis kassiert, der muss auch Kritik aushalten können.
    Dass die Post vielleicht etwas mehr Werbung machen muss, um den Image Schaden auszugleichen, kann mir egal sein. Fragt die Post etwa nach meinem erhöhten Aufwand?
    Es war übrigens nicht der schlimmste Schaden, den ich der Post verdanke. Ich gab mal bei einem Versandhändler ein Keyboard in Zahlung, das dort beschädigt ankam.
    Der Adressat stellte dies nach dem AUSPACKEN fest, packte es wieder ein und zeigte es der Post.
    Die Post behauptete, das Paket wäre nicht ordnungsgemäß verpackt gewesen, sagte aber nicht, in welcher Hinsicht die Verpackung unzureichend war. So konnte ich nicht nachvollziehen, ob meine Verpackung wirklich unzureichend war oder erst, nachdem der Händler es wieder eingepackt hatte.
    Auch weiß ich nun nicht, wie vertrauenswürdig dieser Händler ist.
    Die Post speiste mich nur ab mit Phrasen, wie "es hat sich keine Änderung der Sachlage gegeben".
    Bis heute weiß ich nicht, ob das Paket wirklich auf dem Postweg kaputt ging oder erst beim Händler. Trotzdem ist die Post verantwortlich, da sie die Feststellung des Schadensverursachers behindert hat. Schaden: 500 EURO.
    Mit den beschädigten Noten steigt der Schaden um 45 EURO.
    Tröstlich zu wissen, dass es wenigstens in einem Punkt Gerechtigkeit gibt. Wenn man in der Postfiliale "vergißt" zu bezahlen, dann kommt auch bei einem Warenwert von 5 EURO ein "netter" Mitarbeiter und sorgt für Gerechtigkeit.
    Gruß
    Ronny --F----.
    RBP-Duo@web.de
    hier bin ich auch noch www.psr-world.ch

    #2
    Re: POST KILLS MUSIC (beschädigte Noten)

    Hi RF,
    Es ist in deinem Fall sicher ärgerlich, dass kann ich gut verstehen. Auch ich habe Erfahrung mit der Post geniesen können. Ich pflege ein sehr gutes Verhältniss mit unserem Briefträger. Bei schlechtem Wetter wärmt er sich des öfteren bei uns im Studio auf und schlürft ne Tasse Kaffee.
    Als die Urlaubsvertretung meines Briefträgers verschiedene Musikzeitschriften in den Briefkasten steckte und ohne Rücksicht diese zu einem Klumpen Altpapier verarbeitet war ich sehr über diese Arbeit verärgert. Beim nächsten Gespräch mit meinem Briefträger zeigte ich ihm die Zeitungen. Obwohl ich diese Zeitungen kostenlos beziehe bekam ich nach ca. 4 Wochen einen Scheck über den Kaufbetrag der Zeitungen. Frag mich nicht wie er das gedreht hat, die Freude war gross als ich den Scheck in den Fingern hielt. Natürlich lag er im Briefkasten und war nicht verknittert.

    Vieleicht hatte unser Briefträger auch nur Angst nicht mehr mit Kaffee versorgt zu werden wenn es wie aus Eimern regnet. Auf alle Fälle wurde er von unseren Leuten bei seinem Chef als beliebtester Briefträger der Stadt vorgeschlagen.

    Immer dran denken. Wer arbeitet macht auch Fehler, wer nicht arbeitet kann keine Fehler machen.

    GrüZZe
    Paul
    [b] Brustvergrösserung durch handauflegen für 1 Euro!

    Termine nach Vereinbarung!
    [b]

    Kommentar


      #3
      Re: POST KILLS MUSIC (beschädigte Noten)

      Hi,

      mein Fall aus der Praxis.
      Ich verkaufe ja auch Noten übers Internet.
      (man möge mir verzeihen www.songbook.de)

      Ich hatte einem Kunden mal was zugesandt, was nicht angekommen war. Der Kunde rief mich an und ich sandte dann nochmal ein heft zu. War alles o.k.

      Nach einem halben Jahr bekomme ich von meinem diesem Kunden das zuerst gelieferte Heft, total "zerfleddert" zurück.

      Neben einem freundlichen Schreiben meines Kunden auch ein Entschuldigungsschreiben der Post.

      Allerdings entschuldigte sich die Post bei meinem Kunden für die "etwas verspätete Zustellung" (6 Monate)
      und bot ihm gleichzeitig noch ein kleines Present als Entschuldigung an. (weiss nicht, was es war)

      Daraufhin schrieb ich die Post an und habe das zerfledderte Heft zusammen mit dem Entschuldigungsschreiben was der Kunde erhalten hatte, an die zusändige Stelle (in meinem Fall Krefeld) gesandt.

      Ich machte geltend, dass der eigentliche Geschädigte ja ich bin, da ich zum einem dem Kunden ein neues Heft zusenden musste und zum Anderen eben dafür auch doppeltes Porto bezahlt hatte.

      Leute - was soll ich sagen:
      Auf das 1. Schreiben kam gar keine Reaktion
      Auf meinen Anruf hin bekam ich ein 08/15 Schrieb, die Angelegenheit wird bearbeitet.
      Und nach meinem 2. Schreiben hab ich es dann aufgegeben.

      Aber glaubt nicht, dass ich bislang das reklamierte Notenheft von der Post zurückerhalten habe.

      Soviel zu einem Unternehmen, dass ja heute "prvatisiert" ist, aber die Mentalität der Mitarbeiter immer noch den Status des "Beamten in einer Monopolstellung" ist.

      Viel Spass beim Versenden von Briefen wünscht Euch

      Grüße
      Pit

      Kommentar


        #4
        Re: POST KILLS MUSIC (beschädigte Noten)

        Aufgeben ist das Schlimmste, was man machen kann.
        Damit gibst Du dem gelben Sauhaufen doch recht.

        Das Problem ist einfach das keiner zuständig ist - jedenfalls offiziell. Man verweist die Kunden an die Callcenter und dann ist auch schon alles verloren. Meiner Erfahrung nach muß das nicht sein.
        Ich hatte mal innerhalb eines Jahres 5 mal Ärger wegen verlorenen oder beschädigten Paketen und beim ersten Mal hab ich mich auf die "Callcenternummer" eingelassen. Ergebnis: Mindestens 40 Telefongespräche mit 40 verschiedenen Mitarbeitern - nix dabei rausgekommen.
        Beim 2. Mal bin ich dann direkt zu der Poststelle gegangen, bei der ich das Paket aufgegeben hatte (Postannahme in einem EDEKA-Laden) und bin dort ein wenig renitend geworden. Denen war das echt peinlich zumal der Laden ziemlich voll war und die haben dann ihren Vorgesetzten angerufen und gefragt was man machen könnte da ich mich ja weigerte wieder mal bei einem Callcenter anzurufen. Er versprach, sich darum zu kümmern und eine Stunde wußten wir wo das Paket abgeblieben war.
        Es geht also auch anders. Wichtig ist - es gibt immer einen Vorgesetzten und der hat auch Telefon.

        Was die zerknitterten Noten angeht, so hätte ich die ganz klar vom Postboten ersetzen lassen. Unserer hat das einmal mit einer Zeitung gemacht und am nächsten Morgen war er Besitzer einer zerknitterten Zeitung und ich hatte das Geld.
        Wenn man mich richtig informiert hat, dann ist es nämlich so, daß eine Zeitung, die nicht ordnungsgemäß und ohne Beschädigung zugestellt werden kann, so behandelt wird wie ein Paket, das nicht zugestellt werden kann.
        Zettel in den Briefkasten und selber abholen.
        Alles andere geht schon fast in Richtung Sachbeschädigung - und zwar vorsätzliche!!

        Ich kann es nur immer wieder sagen - die Post setzt darauf, daß die meisten den Aufwand scheuen und sich nicht wehren.
        Wenn man es doch macht (dann sollte man allerdings schon etwas massiver werden), dann kommen die ganz schnell in die Hufe!

        Kommentar


          #5
          POST FÖRDERT ILLEGALE KOPIEN?

          Hallo,
          Recht haben und Recht bekommen - das sind zwei Seiten. Im Postamt ziehe ich mir nur den Zorn der Wartenden zu, wenn ich einen Mitarbeiter unnötig aufhalte. Mit etwas Pech treffe ich auf die Post vor Gericht. Nicht wegen Sachbeschädigung als Kläger, sondern wegen Beleidigung als Beklagter. Die Würde des Kriminellen ist unantastbar.
          Mein größter Vorwurf an die Post ist, dass sie illegale Kopien fördert.
          Denn durch solche Sachen wird die Nutzung legaler Noten unnötig erschwert. Sowohl von der organisatorischen Seite, als auch von der Motivation her.
          Was soll ich jemandem sagen, der auf mein Anraten hin sich eine Note kaufte und dann so etwas erlebt?
          Schließlich hatte er es bisher leichter. Die Kopien vom Bibliothekskopierer sind unzerknittert und zudem kostenlos und der kleine "Schönheitsfehler", dass sie illegal sind, na und. Wenn die Post nicht nach den Rechten anderer fragt, wieso soll das denn der Musiker tun?
          Was soll man solchen Argumentationen entgegen halten?
          Nur, dass es den falschen trifft. Die Komponisten und Musikverlage können nichts dafür, dass die Post den Freibrief hat, Pakete zu zerstören. Thomas Gottschalk kann zwar auch nichts dafür, aber er hielt für die Post sein Gesicht in die Kamera, lobte die Post und bekommt sicher schon eine Menge böser Briefe. Hat ja auch eine Menge Geld kassiert und muss es aushalten, dass er den Zorn unzufriedener Kunden zu spüren bekommt.
          Verständlicher Zorn, denn das sollten wir als Musiker mal versuchen: Vorkasse, unpünktlich sein, fehlerhaft spielen, gegen Aufpreis ein fehlerfreies Musizieren versprechen...
          Ich werde noch mal mit meinem Händler reden und dann noch mit dem Musikverlag (vielleicht ist da etwas Kulanz möglich, denn Musikverlage freuen sich über jeden, der legale Noten nutzt).
          Eventuell rede ich noch mit der Post. Vielleicht ist ja dieser Beitrag hier ein gutes Argument. Wenn nicht, jeder bekommt die Werbung, die er verdient!
          Gruß
          Ronny --F----.
          RBP-Duo@web.de
          hier bin ich auch noch www.psr-world.ch

          Kommentar


            #6
            Re: POST FÖRDERT ILLEGALE KOPIEN?

            Hallo RF,

            ja ... Recht haben und Recht bekommen ...

            Aber andernseits sich an die "richtigen" Ansprechpartner wenden, kann Wunder bewirken.

            Ich nehme an du hast in Berlin noch ein "richtiges" Postamt zu Verfügung, hier bei uns im ländlichen Raum wurde das ja alles wegrationalisiert - manchmal möchte ich sagen "Gott-sei-dank" denn:

            Während man früher im Postamt einem Nichtmehrbeamten mit trotzdem noch vorhandener Beamtenmentalität versuchen mußte sein "Anliegen" näher zu bringen und damit zwangsläufig die Schlange vor dem Schalter vergrößerte, geht man jetzt eben in die Bäckerei, den Tante Emma Laden, oder was auch immer und "nölt" dort die Mitarbeiter an. Und jetzt kommt der interessante Effekt:

            Diese Menschen sind keine anonymen Postmitarbeiter sondern ortsansässige Geschäftsleute und/oder deren Angestellte. Die haben ein Gesicht zu verlieren! Und glaub mir, die machen sich den Buckel krumm um das Problem zu lösen.

            Als z.B. bei uns im weiteren Umkreis erst Postämter zusammengelegt und schließlich abgeschafft wurden, wurde die Post bei uns in der Regel erst nach 15:00 Uhr zugestellt, für mich als Selbstständiger ein absolut unhaltbarer Zustand.

            Erster Versuch: das berühmte Call-Center - mit dem Rat ich könne ja ein Postfach mieten und meine Post dort selbst abholen.

            Zweiter Versuch: ab in die Bäckerei (unser "Postamt") der Mitarbeiterin erklärt, was mir nicht paßt - Rufnummer bekommen - dort angerufen - Problem geschildert - eine Woche später wurde die Post wieder zwischen 9 und 11 Uhr zugestellt.

            Wie iceman schon schrieb, "jeder hat einen Vorgesetzten - und der hat auch Telefon"!
            Zugegeben, es ist manchmal etwas knifflig, rauszubekommen, wen man jetzt genau mal "anschreien" muß, um Erfolg zu haben, aber mit der Zeit bekommt man da ein gewisses Gefühl dafür.

            Tja und bei beschädigten Zustellungen, man kann sich auch die Zusteller "erziehen" - zugegeben hier im ländlichen Raum mit Sicherheit einfacher zu bewerkstelligen als in einer Großstadt
            Gruß aus dem Maschinenraum, Bernd


            Immer wieder gerne besucht: http://musicando.de

            Kommentar


              #7
              Re: POST FÖRDERT ILLEGALE KOPIEN?

              Hi

              das das im Dorf, wo eigentlich jeder jeden kennt, klappt
              (sollte doch so sein) mag das ja alles zutreffen.

              Aber in einer Großstadt wie bei uns (35.000 Einwohner ) ist das etwas anders. Da werden öfter mal die Zusteller gewechselt, und das sind manchmal ganz inkompetente Typen.

              Noch ein Beispiel aus meiner Praxis.
              Ich bekomme eine Nachnahme. Habe aber gerade nicht soviel Geld im Haus. (soll ja vorkommen)

              Habe den Zuseller dann gebeten, das Paket am nächsten Tag nochmal zuzustellen.

              Antwort: Geht nicht

              Daraufhin habe ich ihn gebeten, das Paket dann bei der Poststelle (wir haben noch eine) zu lassen, ich würde es dann morgen abholen.

              Antwort: geht nicht

              Daraufhin habe ich ihn gefragt, was wir denn nun machen können.

              Antwort: Paket geht an den Absender zurück.

              Postbote war weg, ich zum Telefon.
              Hotline angerufen, werde verbunden großes TraRa

              Fazit:
              Der Postbote war im Unrecht. er hätte, genauso als wäre ich nicht zu Hause gewesen, eine benachrichtigung dalassen müssen.
              Allerdings konnte man mir bei der Hotline nicht garantieren, dass das Paket nun noch ein zweites Mal zugestellt würde. Erst als ich dann androhte, die zusätzlichen Portokoste, die mir mein Lieferant ja sicherlich für eine zweite Zusellung berechnet hätte, einzuklagen, fluppte es.
              Das Paket wurde am nächsten Tag nochmal zugestellt.

              Aber ärgelich ist das alles schon.


              Grüße
              Pit

              Kommentar

              Lädt...
              X