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    INFO wegen Funkmikro-Frequenzen!!!!

    Bad Brückenau: Am kommenden Freitag, 15.05.09, steht die Verabschiedung der Frequenzbereichszuweisungs- planverordnung auf der Tagesordnung des Bundesrats. Damit soll es Mobilfunkanbietern zukünftig möglich sein, die bisland vom Fernsehen genutzten Frequenzen zwischen 460 und 960 Mhz zu erwerben. Da diese bisherigen TV-Frequenzen durch Wände hindurchgehen könnte der Mobilfunkt mit einer großen Leistung senden. In diese Frequenzen gehören jedoch auch die sogenannten Kulturfrequenzen, in denen bislang alle drahtlosen Mikrofone lizenzfrei untergebracht worden sind. Mobilfunk und Funkmikrofone sind physikalisch unverträglich.

    Die Katholische Landvolkshochschule Volkersberg und die Jugendbildungsstätte Volkersberg blicken mit großer Sorge auf die anstehende Bundesratsentscheidung. „Verstehen wir den Gesetzentwurf von Bundesregierung und Bundestag richtig, dann wird das Frequenzband, das zurzeit der Nutzung durch Funkmikrofone zugeteilt ist, noch in diesem Jahr zur Versteigerung an die Mobilfunkanbieter frei gegeben. Diese beabsichtigen mit Hilfe dieser beliebten und in der Ausbreitung sehr günstigen UHF-Frequenzen zwischen 790 und 860 Mhz angeblich eine Internet-Breitbandversorgung ländlicher Gebiete zur Verfügung zu stellen.“, erklärt der am Volkersberg für die Organisation von kulturellen Veranstaltungen zuständige Bildungsreferent Ralf Sauer.
    Die Befürchtung von Sauer ist es, dass mit der Ersteigerung der Funkfrequenzen die Mobilfunkanbieter schrittweise beginnen, Funkmasten zu erreichten, die die Frequenzen der Funkmikrofone massiv stören werden. Auch neue Endgeräte (Mobiltelefone) könnten die Nutzung der heute verbreiteten Funkübertragungsgeräte in Kürze unmöglich machen. Spätestens aber 2015, wenn die allgemeine Zuteilung der Frequenzen durch die Regulierungsbehörde endet, könnte es dann so weit kommen, dass die bisher verwendeten Funkmikrofone unbrauchbar geworden sind.

    In Deutschland sind momentan rund 700.000 solcher Geräte im Einsatz – meist genutzt von Rednern, Musikern, Schauspielern, Kulturschaffenden, Laientheatern, in Stadthallen, Bürgerhäusern, Kirchen, Theatern und Schulen. Es handelt sich um handgehaltene Funkmikrofone, Ansteckmikrofone, Kopfbügelmikrofone, Gitarrensender und ähnliche Geräte. Zurzeit werden drei Frequenzbereiche untersucht, ob sie als Ausweichbereich taugen. Professionelle Anwender sind sich aber schon sicher, dass zwei dieser Frequenzbereiche auf Grund der schlechten Wellenausbreitung überhaupt nicht praktikabel sind. Der dritte alternative Frequenzbereich wird momentan exklusiv durch die Rundfunkanstalten genutzt, die diesen vermutlich nicht freiwillig für die öffentliche Nutzung freimachen werden.

    Ralf Sauer erläutert hierzu: „Ersten vorsichtigen Schätzungen nach müsste jeder Nutzer von Funkmikrofonen je genutzem Kanal mindestens 4500 Euro in einen neuen Kanal investieren, wenn der „alte Stand“ wieder hergestellt werden soll. Sollte die Frequenzbereichszuweisungs-planverordnung am 15.05.09 im Bundesrat unverändert verabschiedet werden, bliebe wohl nur noch auf Hersteller zu setzen, die technische Alternativen entwickeln – sicherlich sind diese Hersteller sich der Dringlichkeit und des zweifelsohne großen Bedarfs bewusst, was sich auch im Preis spürbar für uns Endverbraucher niederschlagen dürfte.“

    Funkmikrofone sind ein wesentlicher Bestandteil in allen Bereichen des öffentlichen Lebens geworden: Vom Bandauftritt im Jugendzentrum bis hin zur Theateraufführung, vom Gottesdienst bis zur Ausstellungseröffnung. Aus diesem Grund heraus wurde die Vergabe der Kulturfrequenzen an den Mobilfunk in Großbritannien vor wenigen Monaten gestoppt. Nicht nur, da die englischen Theater mit ihrem Frontmann Andrew Lloyd Webber energisch protestierten, sondern auch, weil man die Gefährdung der Olympischen Spiele 2012 mit ihrem massiven Einsatz von Funkmikrofonen befürchtete.

    In einer Telefaxaktion bat das Haus Volkersberg Bundesratspräsident Peter Müller (Ministerpräsident Saarland), die Bundesratsvizepräsidenten Ole von Beust (Erster Bürgermeister Hamburg) und Jens Böhrnsen (Bürgermeister Bremen) sowie die bayerischen Vertreter im Bundesrat, allen voran Ministerpräsident Horst Seehofer und Staatsministerin Emilia Müller, sichi für eine entsprechende Modifizierung der zur Entscheidung vorliegenden Verordnung stark zu machen oder gar für eine Verschiebung der Abstimmung zu plädieren.
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    Na dann gute Nacht...
    Marco
    Music was my first love ...
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