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Tyros3 Anschluss an Mischpult

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    Tyros3 Anschluss an Mischpult

    Hallo,
    Wollte mal fragen wie ihr euer Tyros an ein Mischpult anschließt. Bin mir nicht sicher, ob meine Verkabelung so optimal ist.
    Zur Zeit verbinde ich einfach das Tyros mit 2 Kabel mit Stecker Klinke/Klinke in eine Sterokanal des Mixers. Nun hörte ich aber etwas von einer besseren Methode mit einer DI-Box und dem XLR-Eingang des Mixers. Nun möchte ich wohl wissen, wie ihr das so macht.

    LG
    Stefan
    Schöne Grüße aus Münster
    Stefan

    _______________________________________________
    Tyros 3, Yamaha MX61

    #2
    hi,

    wenn du nicht gerade meterlange unsymmetrische klinken kabel verwendest, wirst du keinen unterschied feststellen können.
    halte die verbindung kurz, dann ist das mit der symmetrie beim Tyros nicht notwendig.

    gruss

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      #3
      Hallo Stefan,
      Zitat von Piefke1902 Beitrag anzeigen
      ... Nun hörte ich aber etwas von einer besseren Methode mit einer DI-Box und dem XLR-Eingang des Mixers. ...
      als Ergänzung zu rackerlui's Antwort:

      Eine DI-Box ist nur bei sehr langen Kabelwegen (etwa zum Saalmischpult) nötig/zu empfehlen. Außerdem muss der verwendete XLR-Eingang dann auch für "Line"-Signale geeignet sein. Bei machen Mischpulten vertragen die XLR-Eingänge nur Mikrofon-Pegel. Der Vorteil von symmetrischer Kabelführung ist eine gewisse Unempfindlichkeit gegenüber Einstreuungen bzw. Brumm. Grundsätzlich gilt aber: Jedes zusätzliche/unnötige Gerät im Signalweg verschlechtert das Signal.

      Solange das Mischpult in der Nähe/auf der Bühne steht, würde ich bei normalen, also unsymmtrischen, Klinkenkabeln bleiben. Was du mal probieren könntest: Wenn du am Mischpult (statt in einen Stereokanal) in zwei Monokanäle gehst, kannst du das Stereo-Panorama nach Belieben einstellen (von hart links/rechts bis zu Mono-Wiedergabe).

      Im Livebetrieb fahre ich den Tyros meist sogar komplett MONO (nur ein Kabel am L/Mono-Ausgang). Vorteil: Alle Zuhörer hören das Gleiche.


      Edit:
      Dem nachstehenden Beitrag von Cerebro stimme ich zu 100 Prozent zu.

      @Cerebro: Danke für die Ergänzung!
      Zuletzt geändert von t4chris; 14.05.2012, 19:21. Grund: Ergänzung
      Gruß
      Christian

      Alle sagten immer: "Das geht nicht!" . Doch dann kam jemand, der dies nicht wusste – und hat es einfach gemacht ...

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        #4
        Hallo.

        Die Symmetrierung ist eine Sache und wirklich nicht dringend relevant ! Je nach angeschlossenen Komponenten und Massepotentialunterschieden kann allerdings eine Groundlift-Schaltung recht sinnvoll sein. (Meist ein Teil der DI-Box) Als Bühnenmusiker kommt man hin und wieder in Situationen (je nach Veranstaltungsort) wo eine DI-BOX mit Groundlift ein letztes probates Mittel zur Beseitigung von Brummschleifen sein kann. Daher gehört eine DI-Box eigentlich zwingend zur Basisausstattung für einen Bühnenmusiker. DIe Investition ist nicht besonders groß, kann einem aber so manchen Auftritt retten. Nach Möglichkeit aber keine Billig (China) DI-Boxen oder dieses Zeug von "Behringer", denn das versaut einem selbst das beste Audiomaterial. Vernünftige Hardware von Palmer etc. sollte es schon sein.
        MfG Cerebro

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          #5
          der vorteil von symmetrischen leitungen ist:
          -einstreuungen die auf der kabelstrecke auftreten werden durch das invertieren der negativen phase ausgelöscht.
          ist die leitung nicht besonders lang, gibt es auch nicht viele möglichkeiten wo etwas einstreuen lönnte.
          -zusätzlicher positiver effekt ist die lautstärke verdopplung durch die 2te phase, die nach der invertierung identisch zur positiven phase ist.

          die gute DI-Box ist aktiv!!

          gruss

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            #6
            Hallo,
            das kann doch wohl nicht sein ? Lautstärkeverdopplung wegen doppelter Leitungen ?

            Gruß Harald
            geliebtes PSR 3000, TYROS 5 mit Ohrwascheln

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              #7
              Hallo Harald,

              bei der symmetrischen Signalübertragung werden nicht einfach "doppelte Leitungen" verwendet. Vielmehr wird zusätzlich zum "normalen" Signal ein "invertiertes" Signal übertragen (Siehe hier: >Klick mich!<) Positiver Nebeneffekt ist unter anderem, dass am Ende ein um 6dB höherer Nutzpegel zur Verfügung steht.
              Gruß
              Christian

              Alle sagten immer: "Das geht nicht!" . Doch dann kam jemand, der dies nicht wusste – und hat es einfach gemacht ...

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                #8
                Hallo Christian

                Eine bessere Erklärung und Antwort, zu Symmetrie und Kompensierung der Einstreuungen, kann man nicht geben.
                Trifft den Nagel genau auf den Kopf.
                Habe den Beitrag mit Begeisterung gelesen.

                Super

                Grüße aus dem Erzgebirge

                Klaus
                Was schon ist, kann nicht mehr werden.

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                  #9
                  Hallo Klaus,

                  danke für dein Lob! Tut gut an so einem trüben Tag (zumindest bei uns) ...
                  Gruß
                  Christian

                  Alle sagten immer: "Das geht nicht!" . Doch dann kam jemand, der dies nicht wusste – und hat es einfach gemacht ...

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                    #10
                    Hallo Christian

                    Die meisten Keyboard`s und auch das Tyros hat Klinkenbuchsen.
                    Diese sind für mich immer asymmetrisch, weil dann 2 Kanäle auf einem 3-Pol-Stereoklinkenstecker, oder 2 Buchsen mit 2 Leitungen, übertragen werden.
                    Wie kriegst Du da eine Symmetrie, ohne Umbau, her?
                    Bei einem Mikro ist alles klar.

                    Gruß, mit Interesse auf Antwort

                    Klaus
                    Was schon ist, kann nicht mehr werden.

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                      #11
                      Hallo Klaus,

                      die Ausgänge bei den "Tyrossen" sind immer unsymmetrisch, der Kopfhörerausgang Stereo/unsymmetrisch. Dagegen ist der Mikroeingang, auch als noch Klinkenstecker verwendet wurden, symmetrisch ausgelegt (ich glaube ab T2).

                      Zu Symmetrierung eines unsymmetrischen Ausganges verwendet man üblicherweise eine DI-Box ("Direct Injection Box"), die aus dem unsymmetrischen Line-Signal ein symmetrisches, niederohmiges Signal macht. Für Stereo braucht man logischerweise zwei davon . Wie Cerebro schon schrieb, sollte man "für alle Fälle" immer eine DI-Box dabeihaben ...

                      DI-Boxen gibt es "passiv" und "aktiv". Passive enthalten im Prinzip nur einen Übertrager >Klick mich!<, evtl. ein "Dämpfungsglied" (Attenuator) und meist auf der Ausgangsseite einen "Ground-Lift-Schalter", der die Masse von XLR-Pin 1 abtrennt, falls es mal wegen Potential-Unterschieden brummt.
                      Zuletzt geändert von t4chris; 16.05.2012, 18:42.
                      Gruß
                      Christian

                      Alle sagten immer: "Das geht nicht!" . Doch dann kam jemand, der dies nicht wusste – und hat es einfach gemacht ...

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                        #12
                        Hallo Christian

                        Habe Dich verstanden, denn den Begriff " DI Box " kannte ich bisher nicht.
                        Für mich ist es, wie ich gelernt habe, ein normaler NF-Symmetrie-Übertrager, also NF-Trafo mit Mittelanzapfung.
                        Das sind die neuen Namen, an die ich mich erst gewöhnen muss und kann das nirgendwo sinnvoll herleiten.
                        Danke für die Aufklärung und ich weiß wieder etwas mehr, besonders DI-BOX, das nach Diskjockey klingt, es aber nicht ist, obwohl er das auch brauchen kann.

                        Grüße

                        Klaus
                        Was schon ist, kann nicht mehr werden.

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                          #13
                          Hallo Klaus,
                          Zitat von radio Beitrag anzeigen
                          ... ein normaler NF-Symmetrie-Übertrager, also NF-Trafo mit Mittelanzapfung.
                          genau das ist das Prinzip! Eine rein passive DI-Box sollte jedoch einen SEHR guten Übertrager haben, der dann auch nicht ganz billig ist. Mittlerweile werden häufig "aktive" DI-Boxen (meist mit "Phantomspeisung" vom Mischpult aus) verwendet, die nicht mehr unbedingt einen Übertrager brauchen. Auch hier gibt es jedoch sehr große Qualitätsunterschiede.

                          Eine weitere Möglichkeit, ein Signal zu symmetrieren, wäre ein kleiner, aber hochwertiger Submixer. Ideal, wenn man sowieso mehrere Signalquellen hat.
                          Zuletzt geändert von t4chris; 17.05.2012, 01:25.
                          Gruß
                          Christian

                          Alle sagten immer: "Das geht nicht!" . Doch dann kam jemand, der dies nicht wusste – und hat es einfach gemacht ...

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