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Midi-Dateien vom PC aus am Keyboard abspielen

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    Midi-Dateien vom PC aus am Keyboard abspielen

    Hallo, Leute,
    meine Suche mit Stichworten zum Thema blieb leider erfolglos. Deshalb - vielleicht für einige von Euch zum wiederholtem Male gefragt - ein Problem, mit dem ich zurzeit nicht klar komme. Auch mit Blick ins Handbuch bzw. Referenzhandbuch konnte mir zum im Titel erwähnten Problem nicht weiter helfen.
    Also:
    Ich möchte Midifiles vom PC (Notebook mit Windows 7) aus am Keyboard (PSR-S710) abspielen.
    Hierzu habe ich:
    1) den richtigen YAMAHA USB-MIDI Driver (schon seit längerem) installiert,
    2) mein Notebook mit einem USB-Kabel an die Schnittstelle USB-to-HOST verbunden,
    3) danach das Key eingeschaltet,
    4) das Midi ausgewählt und doppelgeklickt - es öffnet sich dann der Windows Media Player, der das Midi abspielt, was ich aber nicht möchte, sondern das Midi soll über das Key abgespielt werden.
    Leider klappt das nicht.
    Ich denke, wahrscheinlich muss ich irgend etwas am PC einstellen - nur wo, wie und was ??
    Kann mir jemand helfen ???

    Herzlichen Dank im Voraus,

    Gruß aus Siegburg (fast 950 Jahre alt),

    Klaus
    Herzliche Grüße,
    Klaus

    ... aus der Kreisstadt Siegburg / Rhein-Sieg-Kreis,
    der Geburtsstadt von Engelbert Humperdinck

    PSR-S970

    #2
    Hallo Klaus,
    in der Einstellung Deines Players muß der richtige MIDI OUT gewählt sein (der installierte MIDI Treiber des Yamaha Keyboards)

    Bitte unter Einstellungen einfach mal spickeln was da steht.

    gruß frank

    PS: Alternativ kann ich mich mal auf Deinen PC schalten per Fernwartung und das machen ..
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      #3
      Hallo Klaus,
      Zitat von Runner4Fun Beitrag anzeigen
      ... Ich möchte Midifiles vom PC (Notebook mit Windows 7) aus am Keyboard (PSR-S710) abspielen.
      ... das Midi ausgewählt und doppelgeklickt - es öffnet sich dann der Windows Media Player, der das Midi abspielt, was ich aber nicht möchte, sondern das Midi soll über das Key abgespielt werden. ...
      was du in erster Linie brauchst, ist ein "vernünftiges" MIDI-Player-Programm für den PC. Der Windows Media Player lässt sich unter Win7 nur mit "Tricks" dazu bewegen, die MIDI-Daten extern auszugeben.

      Falls du PSRUTI installiert hast, stelle dort unter "Einstellungen - MIDI" den MIDI-Port "Digital Workstation 1" ein und schon kannst du ein Midifile über das S710 wiedergeben (am besten zuerst das Midifile laden, dann Schaltfläche PLAY).

      Zur "allgemeinen" Verwendung würde ich zusätzlich nach einen anderen Player installieren. Ich verwende den vanBasco Player, der auch die Lyrics anzeigt, allerdings keine XF-Akkorde.

      Nach der Installation von vanBasco startest du den Player zunächst über die Verknüpfung auf dem Desktop oder über das Startmenü. Per Klick auf das "Notensymbol" links oben (oder per Rechtsklick in das Hauptfenster) wählst du "Einstellungen - MIDI" und machst folgende Einstellungen:
      • bei "Ausgabegerät" den MIDI-Port "Digital Workstation 1" einstellen
      • Haken "Wiedergabe ab erster Note" herausnehmen (sonst kann ggf. der Einzähler "Timing-Probleme" haben)
      • Reset-Modus auf SYSEX Datei stellen (damit vom Player kein eigener Reset-Befehl gesendet wird)

      Im Register "Karaoke" würde ich folgendes einstellen:
      • Farben: Hintergrund --> z. B. einen Grauton einstellen
      • Hintergrundbild: (Kein)

      Im Register "Verschiedenes" ist standardmäßig eine negative Textverzögerung (-200 ms) eingestellt, d. h. der Text wird "früher" angezeigt. Hier kannst du bei Bedarf auch z. B. -100 oder 0 einstellen.

      Zum Schluß auf Übernehmen und OK klicken.

      Mit den Buttons am unteren Rand des Hauptfensters kannst du die Zusatz-Fenster ein- und ausschalten. Das Karaoke-Fenster kann beliebig skaliert werden. Ich arbeite hier mit der (werkseitig eingestellten) vierzeiligen Textanzeige. Der Text wird also hier "im Hintergrund" aktualisiert. Bei Bedarf können natürlich auch die Text-Parameter (Farbe, Schriftart usw.) beliebig eingestellt werden.

      Du kannst dann einfach aus dem Windows-Explorer heraus mit Doppelklick die Midifiles starten. Wenn du die Auto-Play-Funktion aktivierst, läuft das Midifile sofort an. Ansonsten kannst du mit der LEERTASTE starten und stoppen (= PAUSE). Mit ESC (Escape) kommst du zum Anfang des Midifiles zurück.

      Das Tempo kannst du auf der PC-Tastatur mit < bzw. Shift + > verstellen, die Transposition mit + oder - (auch mit dem Bindestrich!)

      Viel Erfolg!
      Zuletzt geändert von t4chris; 28.11.2013, 14:51. Grund: Ergänzung
      Gruß
      Christian

      Alle sagten immer: "Das geht nicht!" . Doch dann kam jemand, der dies nicht wusste – und hat es einfach gemacht ...

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        #4
        Hallo, Frank, Hallo, Christian
        vielen Dank für Eure raschen Antworten.
        Das Problem habe ich zwischenzeitlichmit PSRUTI gelöst.
        Habe hier unter Einstellungen mein Keyboard als "Empfangsgerät"eingestellt und beim Windows 7 Explorer folgendes gemacht:
        Midi-Datei mit rechter Maustaste (Fenster öffnetsich),
        unter "öffnen mit" den Player ausgewählt:
        >>>zunächst "Standardprogramm auswählen" >> dann psruti.exe aus meinem Programmverzeichnis ausgewählt,
        daraufhin hat sich als Player der "PSRUTI-MIDI-fileUtility" eingetragen.
        Wenn ich jetzt im Windows Explorer die Mididatei doppelklicke, öffnet sich PSRUTI, mit Klick auf PLAY ist dann das Keyboard zu hören.
        Also, alles bestens so wie ich es gerne gewollt hatte.

        Die Empfehlung mit dem genannten vanBasco-Player, Christian, gehe ich gleich mal so an, wie von Dir beschrieben.
        Melde mich dann noch einmal wieder.


        Herzlichen Gruß,
        ... und Danke Euch beiden,
        Klaus
        Zuletzt geändert von Runner4Fun; 28.11.2013, 14:56.
        Herzliche Grüße,
        Klaus

        ... aus der Kreisstadt Siegburg / Rhein-Sieg-Kreis,
        der Geburtsstadt von Engelbert Humperdinck

        PSR-S970

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          #5
          Hallo Klaus,

          bei der Installation registriert sich vanBasco als Standard-Abspielprogramm für .MID und .KAR Dateien. Ich würde dies dann so belassen. Im Falle von PSRUTI würde ich die MIDI-Datei aus dem Programm heraus öffnen "Quelldatei auswählen".

          Alternativ kannst du auch eine Datei aus dem Windows-Explorer heraus auf das PSRUTI-Icon (oder direkt ins geöffnete PSRUTI-Fenster) ziehen. Nach einem Klick auf "Schließen" kannst du eine andere Datei per "Drag & Drop" in PSRUTI laden.
          Gruß
          Christian

          Alle sagten immer: "Das geht nicht!" . Doch dann kam jemand, der dies nicht wusste – und hat es einfach gemacht ...

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            #6
            Für den Fall, dass es mal der Windows-Media-Player sein soll:
            Tyros4 oder anderes Keyboard mit USB als Abhöre für MIDIFILES und Styles über das USB-Kabel nutzen: - Man muss wissen, dass Microsoft seit Vista den MIDI-Mapper bedauerlicherweise aus der Systemsteuerung entfernt hat. Natürlich ist Dieser "unter der Haube" noch vorhanden. Sehr einfach ist die Verwendung des Zusatzprogramms, Vista Midi-Mapper von Putzlowitsch.
            Es bringt das zurück, was man von Win XP gewöhnt ist: Ein Fenster mit dem Begriff „Midi-Musikwiedergabe“
            und ein Dropdownliste mit den verfügbaren Midi-Outs. Dieses simple Tool zaubert die GUI des Midi-Mappers wieder auf den Bildschirm. Nach dem Starten wählt man dann einfach "Digital Workstation" aus. MIDIFILES oder auch Styles lassen sich nun ganz simpel z.B. mit dem Windows Media Player oder einem anderen Player über USB auf dem Tyros und dessen Tonerzeugung wiedergeben. << Programm in einen beliebigen Ordner entpacken (ergibt Programmname „PLWMidiMap.cpl“) und mit Mausdoppelklick starten
            (ggf. „als Administrator ausführen“) >> Hier der Link zum begehrten Tool: http://putzlowitsch.de/.../01/plw-vi...apper_0_93.zip

            LG
            Jörg.
            Liebe Grüße
            Jörg.

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              #7
              Noch ein kleiner Tipp:

              Für weniger als 20 Euro bekommt man einen USB zu MIDI-Adapter. Zum Beispiel den MIDITECH MIDILINK MINI, in Form eines langen Kabels. Der installiert sich unter Windows selbst und man kann vom Rechner aus jedes Midi-Teil ansteuern (und natürlich umgekehrt).

              Wini
              Tyros 5/76, 9000-PRO, Roland XP-60,
              Orgel Yamaha AR-100,
              Flügel Steingraeber, Stagepiano Kawai MP6

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                #8
                Hallo, Jörg,
                Hallo, Christian,
                habe den vanBasco-Player installiert und alle Einstellungen gemacht wir vorgeschlagen.
                FUNKTIONIERT BESTENS. Besonders gefällt mir die Darstellung des Textes in einem Extra-Fenster, super gemacht !!
                Jörg,
                der Tipp mit dem Midi-Mapper war auch Gold wert; habe ich auch entsprechend so eingerichtet.
                Jetzt habe ich gute Alternativen und es war auch sehr einfach, alles entsprechend einzurichten.

                Hallo, Wini,
                werde mal im Internet googeln, was es so gibt.
                Danke für den Tipp !!
                Melde mich hierzu gesondert.

                Herzlichen Gruß an Alle,
                Danke noch einmal für die Unterstützung, hat mir sehr geholfen !!!!!!!!!!!!!!

                Klaus
                Herzliche Grüße,
                Klaus

                ... aus der Kreisstadt Siegburg / Rhein-Sieg-Kreis,
                der Geburtsstadt von Engelbert Humperdinck

                PSR-S970

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                  #9
                  Hallo Jörg,
                  Zitat von JKUMusic Beitrag anzeigen
                  Für den Fall, dass es mal der Windows-Media-Player sein soll: ...
                  genau das meinte ich mit "Tricks" in meinem Beitrag #3.

                  Ich denke aber, ein MIDI-Player (z. B. vanBasco) reicht. Der Windows Media Player ist für Midifiles nicht besonders gut geeignet ...


                  @Runner4Fun
                  Hallo Klaus,

                  einen wie von Wini vorgeschlagenen MIDI-Adapter (MIDI-Interface) brauchst du in deinem Fall nicht! Ein solcher ist nur für Geräte nötig, die ausschließlich DIN-MIDI-Buchsen haben.

                  Die direkte USB-MIDI-Verbindung der Yamaha Keyboards ist zum einen wesentlich schneller als eine "normale" MIDI-Schnittstelle, zum anderen können drei getrennte MIDI-Signale (2x IN, 1x OUT) über ein einziges Kabel übertragen werden.

                  Zitat von Runner4Fun Beitrag anzeigen
                  ... den richtigen YAMAHA USB-MIDI Driver (schon seit längerem) installiert ...
                  Falls du hier noch nicht die aktuelle Version draufhast (v3.1.3, August 2013) empfehle ich, diese noch zu installieren.
                  Zuletzt geändert von t4chris; 28.11.2013, 16:28. Grund: P.S.
                  Gruß
                  Christian

                  Alle sagten immer: "Das geht nicht!" . Doch dann kam jemand, der dies nicht wusste – und hat es einfach gemacht ...

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                    #10
                    vanBasco´s player würde ich auch bevorzugen :-)
                    Liebe Grüße
                    Jörg.

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                      #11
                      @Runner4Fun
                      Hallo Klaus,

                      was mir gerade noch einfällt: Der Optimizer 7 von Midiland eignet sich ebenfalls sehr gut als "Player". Er kann auch XF-Akkorde anzeigen. Die kostenlose Demo-Version reicht hierzu aus.
                      Gruß
                      Christian

                      Alle sagten immer: "Das geht nicht!" . Doch dann kam jemand, der dies nicht wusste – und hat es einfach gemacht ...

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                        #12
                        Hallo Klaus und Chris,

                        ich hatte in der Vergangenheit unverständlicherweise große Probleme mit Yamaha-Treibern (und wirklich nur mit diesen), auf meine Rechner kommt keiner mehr. Was die Geschwindigkeit angeht, so ist meines Wissen MIDI = MIDI. Da gibt es kein langsameres und kein schnelleres, auch nicht über die USB-Schnittstelle.

                        Ich besitze mehrer MIDITECH MIDILINK MINI, damit fahre ich in meinem Midi-Verbund bestens.

                        Wini
                        Tyros 5/76, 9000-PRO, Roland XP-60,
                        Orgel Yamaha AR-100,
                        Flügel Steingraeber, Stagepiano Kawai MP6

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                          #13
                          Zitat von Wini Beitrag anzeigen
                          ... Was die Geschwindigkeit angeht, so ist meines Wissen MIDI = MIDI. Da gibt es kein langsameres und kein schnelleres, auch nicht über die USB-Schnittstelle. ...
                          Jein ...

                          Das Stream-Protokoll (also die Definition, was die übertragenen Bits und Bytes bedeuten) ist bei klassischer MIDI-Verkabelung und MIDI via USB pro Stream identisch.

                          Ein klassisches MIDI-Kabel kann immer nur einen Stream in eine Richtung übertragen.
                          Über ein USB-Kabel können mehrere Streams in beiden Richtungen übertragen werden. Dazu werden die Datenpakete des klassischen MIDI-Protokolls in USB-Datenpakete verpackt und zusätzliche Informationen ergänzt, sodaß Sender und Empfänger die übertragenen MIDI-Daten dem jeweiligen Stream zuordnen können.

                          Die Geschwindigkeit der Datenübertragung ist bei USB sehr viel höher. Selbst die langsamste USB Variante ist schon 50 mal schneller als das "alte" MIDI.

                          Siehe Wikipedia-Artikel über MIDI: http://de.wikipedia.org/wiki/MIDI
                          Am Ende des Artikels ist ein Link zur Spezifikation für MIDI via USB.
                          Martin klimpert auf Yamaha Genos; zuvor Yamaha PSR-S950, Technics SX-GX7, Yamaha DX7 und Roland MT-32 ..

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                            #14
                            Hallo MillKa,

                            danke für die Info! Dein "Jein" deutet es an. Dass die Übertragung durch das USB selbst schneller ist, steht ausser Frage. Die MIDI-Geräte (Sender und Empfänger) können die Daten jedoch nur im MIDI-Takt verarbeiten, so dass man die hohe USB-Geschwindigkeit garnicht bemerkt und auch nichts davon hat. Ist dem so?

                            Seit Tyros 1 verwende ich diese Schnittstelle am Keyboard nicht mehr, wegen der erwähnten Treiber-Probleme. Ich erinnere mich, dass damals die Leute enttäuscht waren, weil MIDI über USB so langsam war. Ja, es war eben trotzdem nur eine Übertragung in MIDI-Geschwindigkeit. Diese basiert in Anlehnung an die uralte serielle RS 232-Schnittstelle, mit einer etwas schnelleren Übertragungsrate von 31250 Baud. Das ist natürlich gegenüber USB unvorstellbar langsam.

                            Das ist allerdings nur mein Kenntnisstand, ich habe nicht gegoogelt. Vor etwa 25 Jahren baute ich im Auftrag einige Midigeräte (das sind Mikrocomputer), zum Beispiel ein MIDI-Filter für den Synthesizer KAWAI SX-240. Seitdem habe ich das meiste vergessen...

                            Wini
                            Tyros 5/76, 9000-PRO, Roland XP-60,
                            Orgel Yamaha AR-100,
                            Flügel Steingraeber, Stagepiano Kawai MP6

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                              #15
                              Zitat von Wini Beitrag anzeigen
                              ... Ja, es war eben trotzdem nur eine Übertragung in MIDI-Geschwindigkeit. Diese basiert in Anlehnung an die uralte serielle RS 232-Schnittstelle, mit einer etwas schnelleren Übertragungsrate von 31250 Baud. ...
                              Jein ...

                              Klassisches MIDI (also das mit den runden 5-poligen Steckern und Buchsen) ist in der Tat fast genau RS-232 mit der ansonsten unüblichen Übertragungsrate von 31250 baud. Diese Geschwindigkeit ist also genau festgelegt, und die MIDI-Buchsen aller Geräte müssen sich dran halten bzw. können sich drauf verlassen, daß keiner schneller sendet.

                              Bei MIDI über USB ist die Geschwindigkeit nicht festgelegt, sondern wird (wie bei USB üblich) von den verbundenen Geräten dynamisch ausgehandelt. MIDI über USB übernimmt vom alten MIDI "nur" die Definition des Datenformats aber eben nicht die Geschwindigkeit.

                              Der Grund:
                              Bei klassischem MIDI dauert die Übertragung einer Taste (also 3 Bytes = NoteOn + Note Number + Velocity) ca. 1 ms (Millisekunde). Ein Glissando über alle 88 Tasten eines Klaviers braucht also fast 88 ms, bis es durchs Kabel durch ist - also fast schon eine Zehntelsekunde ...
                              Ob das reicht oder nicht, hängt vom Gehör ab. Weniger von den Ohren selbst, sondern von der Verarbeitung im Gehirn. Je nachdem, wie geschult das Gehör ist, werden Verzögerungen ab irgendwo zwischen 10 und 50 ms wahrgenommen. Wenn man also im Sequenzer auf allen 16 MIDI-Kanälen so ein Glissando sendet, und das mit reichlich PitchBend und Controller-Daten sowie noch ein bisschen SysEx anfüttert, kann es bei klassischem MIDI zu wahrnehmbaren Verzögerungen kommen, weil die Daten einfach nicht so schnell durch den Draht kommen. Bei MIDI über USB muß man schon sehr viel mehr Daten durchpumpen, damit die Übertragungsgeschwindigkeit zum Nadelöhr wird.

                              Zitat von Wini Beitrag anzeigen
                              ... Die MIDI-Geräte (Sender und Empfänger) können die Daten jedoch nur im MIDI-Takt verarbeiten, so dass man die hohe USB-Geschwindigkeit gar nicht bemerkt und auch nichts davon hat. Ist dem so? ...
                              Eine ganz andere Baustelle ist, wie flott ein MIDI-Gerät die empfangenen MIDI-Daten in Töne umsetzt. Das hängt vom jeweiligen Gerät ab. Von Tyros, PSR oder CVP darf man da mehr erwarten als von einer Tisch-Hupe von Aldi.

                              Bei klassischem MIDI ist man früher mit dem Problem der Übertragungsrate konfrontiert. Nimm einen Gitarrensound mit ordentlich PitchBend, und lass den dann mit Controller-Daten von links nach rechts und von vorn nach hinten wabern und zurück - da kommt schon ein paar Bytes an Datenvolumen zusammen. Es macht also immer Sinn, USB vorzuziehen. Klassische MIDI-Verkabelung sollte man eigentlich nur dort verwenden, wo USB nicht geht - also z.B. bei alten Geräten.

                              Zitat von Wini Beitrag anzeigen
                              ... Die MIDI-Geräte (Sender und Empfänger) können die Daten jedoch nur im MIDI-Takt verarbeiten ...
                              Hmm, MIDI-Takt gibts eigentlich so nicht.
                              Beim klassischen MIDI gibts den Takt der seriellen Übertragung, also 32 Mikrosekunden pro Bit. Bei USB gibts den aber nicht, weil sich ja die Übertragungsgeschwindigkeit dynamisch ändern kann.
                              Dann gibts noch die MIDI-Clock (z.B. Byte F8 24 mal pro 96-tel Note), also quasi ein sehr schnelles Metronom. Damit können sich MIDI-Geräte synchronisieren, sodaß sich Sequenzer und Keyboard bzw. Tongenerator durch Mitzählen immer einig sind, wo man grad im Musikstück ist. Die MIDI-Clock ist aber nicht zwingend notwendig. Mit einem Sequenzer kann man das Keyboard problemlos nur als Tongenerator nutzen. Dann schickt der Sequenzer nur die MIDI-Daten für Noten und Controller, muß aber nicht unbedingt auch die MIDI-Clock Daten senden. Das Keyboard hat dann zwar keinen Schimmer, wo man grad im Musikstück ist, macht aber nix - denn wenn man ohne Begleitautomatik einfach so vor sich hin klimpert, ist das Keyboard auch nicht schlauer.
                              Martin klimpert auf Yamaha Genos; zuvor Yamaha PSR-S950, Technics SX-GX7, Yamaha DX7 und Roland MT-32 ..

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