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Frequenzbereiche des Tyros

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    Frequenzbereiche des Tyros

    Ich habe meine Frage in einem anderen Forum bereits gestellt, komme aber noch nicht so richtig weiter.

    Ich überlege, in welchem Frequenzbereich in einem Keyboard wie einem Tyros, egal, welche Ausgabe, die Voices gespeichert/gesampelt werden. Dabei geht es mir nicht darum, dass eine Violine im Obertonbereich sogar die 20 KHz-Grenze überschreitet, sondern darum, in welchem Bereich die Voices im Tyros 1-5 dann gesampelt werden, damit der gute Klangeindruck entsteht. Noch konkreter, welchen Aufwand muss man betreiben, um einen guten Höreindruck zu erzeugen?

    Dabei spielen dann natürlich die Lautsprecher eine wesentliche Rolle. Ich gehe mal nicht davon aus, dass die zum Tyros gelieferten Lautsprecher im absoluten HiFi-Bereich angesiedelt sein müssten, wenn die wiedergegebenen Frequenzen dies überhaupt nicht erfordern.

    Ich vermute, dass es es etwas anderes ist, ob ich das Naturinstrument vor den Ohren habe, oder ob ich es über mein Keyboard erklingen lasse.

    Vielleicht kann jemand etwas Licht ins Dunkel bringen?
    Gruß Lutz

    Tyros 3

    #2
    Hallo Lutz,

    ich denke, Peter Schips könnte hier "Licht ins Dunkel" bringen.

    Grundsätzlich sehe ich es so: Es geht zunächst mal nicht um bestimmte "Frequenzbereiche" und auch nicht um bestimmte Lautsprecher. Die "Basis-Samples" von Tyros-Voices dürften so aufgenommen (eben "gesampelt") sein, dass der gewünschte Klang zunächst mal über eine hochwertige, relativ "klangneutrale" Abhöre vorhanden ist. Man spricht hier auch von "Sound-Design". Diese "Basis-Samples" werden dann ggf. noch durch Effekte/DSPs und z. B. EQ-/Filter-Korrekturen "veredelt".

    Die "Kunst" beim Sound-Design bzw. allgemein beim Abmischen (z. B. auch bei Midifiles) ist es, das ein Sound bzw. ein fertiger Song auf möglichst vielen (verschiedenen) Lautsprecher-Systemen "gut" klingt.
    Gruß
    Christian

    Alle sagten immer: "Das geht nicht!" . Doch dann kam jemand, der dies nicht wusste – und hat es einfach gemacht ...

    Kommentar


      #3
      Hallo Lutz,
      zu den in den Preset-Voices verwendeten Samples kann ich nichts aussagen, insbesondere auch nicht, welche Frequenzbereiche abgedeckt werden.

      Über dieses Thema, speziell für das Piano, habe ich mich vor einiger Zeit mit Heidrun unterhalten. Nachdem sie mir dazu ein Audiofile zugeschickt hatte, habe ich danach ein entsprechendes Midifile erstellt.
      Download: www.heikoplate.de/misc/SoundTest.zip

      Mit diesem File werden nacheinander über Kanal 1 alle 128 unter MIDI möglichen Notenwerte von 0 bis 127 (C-2 bis G8) des Live!GrandPianos abgespielt. Die ganz tiefen und ganz hohen Noten werden mit schlechter Qualität abgespielt. Dieses Verhalten ist gerechtfertigt, denn die übliche 61er Keyboard-Tastatur deckt den Bereich C1 bis C6 ab und selbst die üblichen akustischen Flügel nutzen mit 88 Tasten bei weitem nicht den unter MIDI verfügbaren Tonbereich aus.

      Spiel mal das Midifile auf Deinem Keyboard mit Lyric-Anzeige ab. Ich bilde mir ein, herauszuhören, bei welchen Notenwerten Samples wechseln.
      Wenn Du das Verhalten bei anderen Voices testen willst, musst Du Kanal 1 entsprechend revoicen. Verwende am besten das "Voicefile Revoicing" von PSRUTI, denn damit werden gleichzeitig die zu den Voices gehörenden Effekte des Standard Voiceset eingefügt, denn diese Effekte tragen erheblich zur Klangqualität bei.

      Den Klang akustischer Instrumente kann man nicht mit dem Sound entsprechender Instrumente am Keyboard vergleichen, da die Klangerzeugung durch ganz andere Techniken erfolgt. Beim Klavier zum Beispiel wird der Klang durch unterschiedlich lange und zum Teil mehrfach vorhandene Saiten in Verbindung mit einem riesigen Resonanzkörper erzeugt. Keyboards versuchen, die realen Klänge über Elektronik nachzubilden, was zum Teil auch überraschend gut gelingt.
      Gruß Heiko
      Zuletzt geändert von Heiko; 09.03.2014, 15:44.
      hpmusic: http://www.heikoplate.de/mambo

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        #4
        Hallo Heiko,
        dein letzter Absatz ist genau der Punkt. Es ist doch jedem völlig klar, dass beim musizieren mit akustischen Instrumenten ganz andere Obertonbereiche hörbar werden. Jedoch scheint es mir so zu sein, dass es für ein Keyboard überhaupt nicht notwendig ist, alles so komplett zu sampeln, wie es tatsächlich kommt. Denn wir reden hier über die Wiedergabe über ein Lautsprechersystem. Wir wissen doch alle, dass der Liveklang eines Orchesters ein ganz anderer ist, als der der Wiedergabe über eine noch so gute Anlage.
        Vielleicht kann Peter hier noch etwas dazu beitragen, denn er ist der Fachmann.

        Nachtrag:
        Wenn man mal reinhören will, was technisch alles mit Samples machbar ist, dann sollte man sich mal einige Demos aus der Vienna Symphonic Library anhören:

        vsl.co.at/videoplayer_flv.asp?ID=147

        Die einzelnen Voices gibt es allerdings auch zu niedrigen Preisen (;-). Beispiel die Strings komplett kosten allein 1.100 €. Ein Saxofon 115 €.
        Zuletzt geändert von Keys; 10.03.2014, 19:57. Grund: Nachtrag
        Gruß Lutz

        Tyros 3

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          #5
          So, jetzt habe ich die erstaunliche Antwort erhalten. Die Klänge gehen tatsächlich bis zu 20 KHz schon beim Tyros 1 hoch. Ich hatte die nachfolgende 3D-Analyse eines Klangs erhalten.

          tastenboard.de/phpBB3/download/file.php?id=2032&mode=view
          Gruß Lutz

          Tyros 3

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