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Tyros 5 über große PA

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    Tyros 5 über große PA

    Hallo!

    Ich habe nun 3 Monate sehr intensiv den T5 "programmiert". Also Regs für alle möglichen Songs eines Partyprogramms für nen ganzen Abend erstellt.
    Klang bei mir zu Hause über die Studiomonitore (Adam A8X + Subwoofer) auch alles Top.
    Nun ging es an die ersten Generalproben mit den Sängern. Dazu haben wir eine Live PA aufgebaut um möglichst unter Live-Bedingungen proben zu können, besonders in Bezug auf den Sound.
    Nun ja, ich bin absolut erschrocken gewesen, wie "matschig" und unklar (besonders "unten rum") der Sound des T5 da rauskam. Mir ist auch klar, dass dies viele Ursachen haben kann. Ich weiss ja auch, dass der T5 (hatte damals schonmal den T4) absolut Top klingt. BTW: Ich spiele ausschließlich mit Styles.

    Mir fehlt total der Druck, der Kick, ... besonders die modernen Styles aus der Dance-Area klingen alles andere als "fett". Der neue "BigRoom"-Style bringt kein Fundament, wie man es von House kennt. Wenn ich den Style ohne Acmp laufen lasse (nur Drums) ist er auch irgendwie nicht besonders rund.

    Nun ist die Frage: hat jemand schon mal ähnliche Erfahrungen gemacht? Es ist keine billig-PA (Midas-Konsole, Crown Endstufen, ElectroVoice Speaker - alles von einer professionellen Ton-Firma). Bisher wurde diese PA für komplette Live-Bands benutzt. Dabei klingt sie auch echt top. Auch Referenz-Songs von CD klingen extrem gut im kompletten Frequenzbereich.

    Ich habe auch schon mit dem Master EQ und Kompressor des T5 verschiedene Einstellungen ausprobiert. Aber so richtig toll wurde das auch nicht.

    Das ganze hat mich echt negativ überrascht, da ich bisher nie Probleme mit einem Tyros und dessen Sound hatte. Normal klangen die immer Top. Allerdings hatte ich sie noch nie an einer größeren PA. Meisst nur am eigenen Tyros-Lautsprecher System, Hifi-Anlagen oder Studiomonitore.

    Da aber wohl so ziemlich jeder "Alleinunterhalter" über eine PA spielt, muss man da doch auch noch was besseres rausholen können. Unsere Tonleute sind da etwas ratlos, weil sie mit solchen "Komplettsignalen" sonst nichts zu tun haben, und an diesen Signalen nun auch nicht einzeln "mischen" können, wie sie es von einer Band mit Einzelsignalen gewohnt sind.
    Aber es kann doch auch nicht sein, dass ich jetzt jeden Style von Grund auf intern neu "mischen" und einstellen muss über Volume und EQ bis er gut klingt. :/

    Vllt hat ja noch jemand ein paar Tips aus eigener Live-Erfahrung. Die fehlt mir mit dem Tyros leider noch etwas. :/

    #2
    In einem Forum in dem ich nicht erwünscht bin muss ich nicht bleiben.

    Machts gut.
    Zuletzt geändert von maddi; 05.04.2014, 12:17.

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      #3
      So ein ähnliches Problem hatte ich schon mal. Darf ich fragen, wie du aus dem Tyros in die PA gehst? Hast du XLR-Klinkenkabel im Einsatz oder 2x Klinke? Wenn du nämlich in einen XLR- Eingang über das Kabel gehst, klingt es meist besch****. Versuche über die Line-Eingänge in die PA zu gehen. Denn ich habe früher auch gelernt: Ist das Signal noch so schei**e, kann die beste PA auch nix wuppen

      Gruß,Danny

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        #4
        Hallo Junior_Jack,
        Zitat von Junior_Jack Beitrag anzeigen
        ... Ich habe auch schon mit dem Master EQ und Kompressor des T5 verschiedene Einstellungen ausprobiert. Aber so richtig toll wurde das auch nicht. ...
        den Master EQ des T5 würde ich auf jeden Fall FLAT einstellen. Zunächst würde ich den T5 Compressor (CMP) ausschalten und dann verschiedene unbearbeitete Preset-Styles in Verbindung mit deren OTS über die PA anspielen. Wenn dieser Sound bereits nicht passt, liegt es an der Abstimmung der PA, die nun als erstes angepasst werden sollte. Normalerweise sollte das T5-Signal bereits bei linearer Einstellung der EQs an den Mischpult-Eingängen gut und druckvoll klingen.

        Wenn hier eine "brauchbare" Einstellung gefunden ist, kann man noch etwas mit den CMP-Einstellungen am T5 experimentieren. Bei eingeschaltetem CMP hat man grundsätzlich etwas mehr Ausgangspegel.

        Wenn man am CMP "nicht viel 'rumschrauben" will, empfehle ich das Preset "BASIC". Eine weitere Möglichkeit wäre das Preset "LIVE". Hier regelt der CMP aber unter Umständen das Signal schon bei relativ niedrigem Pegel zurück (hohe "Gain Reduction"). Ich empfehle daher, den Regler "THRESHOLD OFFSET" soweit aufzudrehen, dass nur noch bei Signalspitzen zurückgeregelt wird.

        Bezüglich "Komplettsignal":
        Unter Umständen könnte es sinnvoll sein, auch die Subausgänge zu verwenden, also z. B. die Bass Drum und den Bass getrennt ins Pult zu schicken. An den Sub-Outs werden zwar die Systemeffekte (Hall/Chorus sowie ggf. DSP1) nicht ausgegeben, aber im Live-Betrieb dürfte dies bei Bass Drum und Bass zu verschmerzen sein. Ggf. könnte man sogar noch die "restlichen" Drums in Stereo über zwei Sub-Outs ausgeben.

        Viel Erfolg beim Soundcheck!


        P.S.
        Unter Umständen könnte auch die (aktuelle) Aufstellung der einzelnen PA-Boxen (und natürlich der Raum selbst) einen nicht unerheblichen Einfluss auf den Sound haben. So gibt es z. B. bei einem Abstand von ca. 1,60 m zwischen den Subwoofern oder zwischen einem Subwoofer und der Wand oft Probleme mit den (Sub-)Bass-Frequenzen. Durch probeweises Ändern der Aufstellung kann sich der Sound gewaltig verbessern.

        Bezüglich "Referenz-CD":
        Professionelle Aufnahmen sind meist so abgemischt, dass die Wiedergabe in vielen unterschiedlichen, auch "nicht ganz optimalen" Abhörsituationen bzw. auf "den unterschiedlichsten" Anlagen "gut klingt". Wenn aber ein FLAT eingestellter T5 mit den Preset-Styles "nicht klingt", würde ich, wie gesagt, zunächst mal versuchen, die PA-Einstellungen zu optimieren.
        Gruß
        Christian

        Alle sagten immer: "Das geht nicht!" . Doch dann kam jemand, der dies nicht wusste – und hat es einfach gemacht ...

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          #5
          Danke für eure schnellen Antworten
          @Yoshimusic: Da nutze ich eine direkte Klinke-Klinke Verbindung. Ich hatte erst einen Sub-Mischer dazwischen für mein eigenes Monitoring. Den habe ich nun aber auch aus diesen Gründen erst mal dazwischen entfernt und habe den Tyros im mom. direkt am PA-Pult über einen Stereo-Klinkeneingang.

          @t4chris: Das hört sich alles super an. Ich denke, du hast die "schlimmsten" Probleme auch schon aufgezählt. Ein großes Problem ist auf jeden Fall momentan auch noch der Raum. Samstag haben wir einen Gig mit dieser Technik. Da werde ich dann das ganze noch einmal in einer besseren akustischen Umgebung testen können.

          Zu den Styles: Die nutze ich absolut unbearbeitet, also so, wie sie im T. drin sind. Was ich jetzt in dieser Situation schon aber ein paar mal gemacht habe, ist, den Hall der Drums, besonders BD, rauszudrehen und auch den Bass mit dem EQ etwas zu "entmulmen".
          Den Tip mit den SubOuts werde ich aber mal testen bevor ich nun alle Regs. nachträglich editieren muss!

          Danke schon mal Werde mal berichten, wie sich das ganze entwickelt!

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            #6
            Zitat von Junior_Jack Beitrag anzeigen
            Ein großes Problem ist auf jeden Fall momentan auch noch der Raum. Samstag haben wir einen Gig mit dieser Technik. Da werde ich dann das ganze noch einmal in einer besseren akustischen Umgebung testen können.
            Das "Problem" ist aber normal und wird sich immer wieder stellen. Jeder Raum klingt anders...

            Zitat von Junior_Jack Beitrag anzeigen
            Zu den Styles: Die nutze ich absolut unbearbeitet, also so, wie sie im T. drin sind. Was ich jetzt in dieser Situation schon aber ein paar mal gemacht habe, ist, den Hall der Drums, besonders BD, rauszudrehen und auch den Bass mit dem EQ etwas zu "entmulmen".
            Vergleich es mit dem Job eines Tonkutschers: Er stellt Mikrofone ans Drumset und stöpselt den Bass in eine DI Box. Das wird NIE auf Anhieb gut klingen und dazu in jedem Raum anders.

            Zitat von Junior_Jack Beitrag anzeigen
            Den Tip mit den SubOuts werde ich aber mal testen bevor ich nun alle Regs. nachträglich editieren muss!
            Das kann Dir die Arbeit eventuell erleichtern, wird sie aber nicht überflüssig machen.

            Alle Regs nacheditieren macht nur dann Sinn, wenn Du immer auf der gleichen PA spielst, weisst wie Sie reagiert und das alles entsprechend auf Deine Abhöre adaptieren kannst.

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              #7
              Meine Erfahrung vom T4 zum T5 mit gleicher PA war so.Ich benutze Bose Mod.2 mit 1 B1 und 1 MM Bass sowie Mixer T1.Beim T4 hatte ich schon von Peter Schips die Einstellung Peter 1 u.Peter 2 geladen.Ich habe immer mit Peter 1 Einstellung gespielt.Vom Tyros benutze ich beide Main-Ausgänge und gehe in den T1 Mixer Eingänge 4+5 bei Einstellung Flat.Jetzt beim T5 habe ich entsprechend die T5 Einstellung vom Peter Schips die Dance Einstellung geladen und die Gesamtlautstärke am T5 ist wie beim T4 auf etwa 13 Uhr.Für mich klinkt der Tyros 5 sehr gut und ich habe an der Bose nichts verändert.

              Gruß Peter
              Schönen Gruß Peter

              Nach Tyros 5 kam der Genos

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                #8
                Über die Bose klingt's echt gut. Wenn du aber ne wirklich große Anlage hast, dann musst du einfach mal, wie schon oben beschrieben, alles auf linear stellen und mit einem externen Mischer ran.
                Was fehlt denn genau? Mehr Druck im Bass? Oder eher die Tiefmitten?
                spiel einfach mal mit dem EQ ein wenig in dem Bereich.

                Gruß,
                Aik

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                  #9
                  So, ich kann hier schonmal einen kleinen, neuen Zwischenstand geben, der mich etwas beruhigt:

                  Der Controller, der das Frequenzband splittet und auf die Bässe und Tops schickt, war defekt. Das hat sich klanglich so stark bemerkbar gemacht. Das BassSignal war nicht mehr sauber, und über die Tops kam auch nicht mehr alles richtig an. Nun provisorisch erst mal ohne das Ding gespielt, und so schon eine deutliche Verbesserung gehabt. Morgen gibt's einen neuen Controller dazwischen. Ich habe aber ein gutes Gefühl, da ich jetzt wieder sicher sagen kann, dass der Tyros nach wie vor ein tolles Gerät ist und es eben nicht an ihm lag

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