Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Midi-Files und Keyboard

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    Midi-Files und Keyboard

    Hallo,

    ich bin leider absoluter Laie und hoffe auf leicht verständliche Antworten auf meine Frage .

    Ich habe ein elektrisches Klavier mit Midi-Eingang (Yamaha CLP 123), Midi-Ausgang und Midi-Through. Der Anschluss ist noch so ein runder, heißt glaube ich DIN. Ansonsten hat das Klavier nur noch zwei Ausgänge für Lautsprecher und vorne zwei Ausgänge für Kopfhörer.

    Ich habe jetzt einen Klavierkurs gebucht. Da bekomme ich Midi-Files als Begleitmusik (Drums usw.) für meine Übungen.

    Ein Programm zum Abspielen der Midi-Files für den PC bekomme ich, heißt "Songrobot".

    Meine Frage: Ich höre die Musik die ich auf dem Klavier spiele nur über Kopfhörer und deshalb macht es nicht viel Sinn, wenn ich die Midifiles über den PC abspiele und nicht hören kann, weil ich den Kopfhörer aufhabe.

    Deshalb möchte ich die Midifiles irgendwie (über die Anschlüsse) in das Klavier bekommen und dazu spielen und das ganze dann über den Kopfhörer hören. Ich weiß aber nicht, wie ich das machen muss. Welches Gerät brauche ich dazu, das ich an den PC anschließen kann und das dann die Midi-Files in das Klavier auf den Kopfhörer zu bekommen? Oder auch ein Gerät, wo man eine Karte oder USB-Stick mit den Files anschließen kann? Evtl. kann man über den Midi-Ausgang die Begleitmusik und mein Gespiele irgendwie aufnehmen?

    Ich hoffe, ich habe mich irgendwie verständlich ausgedrückt. Auf dem Gebiet bin ich der absolute Laie und werde auch keine Fachausdrücke verstehen.

    Vielen Dank fürs Lesen!

    Grüße von Pierrette

    #2
    Hi !

    "Midi-Daten" sind keine hörbaren Ereignisse wie z.B. Audiodaten von einer CD, DVD etc. ! Es sind "Noteninformationen" und technische Anweisungen für einen Midi-Tonerzeuger wie z.B.Dein Clavinova, einem Keyboard oder einer PC-Soundkarte.
    Um "Midi-Daten" hörbar zu machen, müssen diese an einen Midi Tonerzeuger gesendet werden, damit dieser aus den Noteninformationen hörbare Klänge erzeugt.
    Eine der am weitesten verbreiteten Anschlüsse zur Übertragung solcher Daten (z.B. von einem PC an ein Clavinova) ist die Midi-Schnittstelle. (5-Pol Dinstecker)
    Da heute kaum ein PC noch diese alte Steckernorm besitzt, dafür aber USB Anschlüsse, benötigt man einen USB to Midi Converter.
    Damit ist es möglich "Midi-Daten" vom PC via USB zum Clavinova zu senden, welches dann die hörbaren Klänge erzeugt.
    Es ist damit auch möglich, gespielte Noteninformationen vom Clavinova an den PC zu senden und mit Hilfe eines Midi-Aufzeichnungs- und Bearbeitungsprogrammes aufzunehmen, zu editieren und ggf. sogar die gespielte Noteninformationen als Notenbild auszudrucken.
    Da das Clavinova hier die Töne erzeugt, kannst Du auch alles über den Kopfhörer des Clavinovas hören. Um die Materie besser zu verstehen ist es unbedingt notwendig sich etwas tiefer mit dem Thema "Midi" zu beschäftigen. Es gibt sehr viel Infos im Web zu dem Thema und ebenso Fachbücher, welche einem die zu Anfang recht komplexe Technik gut erklären.

    Hörbare Aufnahmen von Begleitung und Deinem Spiel erfolgen dann über den Audioausgang (Main Output Clavinova >>> Soundkarte/Line In des Rechners).
    Zuletzt geändert von Peter_Schips; 04.05.2015, 01:43.
    Gruß/Peter

    CMS-Sounddesign - Sound- und Drumexpansions, Expansion Freeware, Master CMP und Master EQ Presets, Tips & Tricks, Links zu Fachliteratur uvm.

    Kommentar


      #3
      Hallo Peter,

      vielen Dank für die leicht verständliche Erklärung von Midi-Files.
      Habe ich es dann so richtig verstanden, dass ich eigentlich "nur" ein Kabel brauche, das meinen Computer an den DIN-Anschluss des Clavinova bringt? Also ein Line-Out-Kabel meines computers (der über die Software die Midis abspielt) an DIN meines Clavinova, damit ich erst mal die midi-files in meinem Kopfhörer, der am Clavinova angeschlossen ist, hören zu können?
      Und als zweites ein DIN Kabel (out vom Clavinova) an Line-In meines computers? Sollte eigentlich dann das gleiche Kabel sein?

      Grüße von Pierrette

      Kommentar


        #4
        Hallo!

        Nein, mit Line-Out hat das nichts zu tun.
        Du brauchst ein USB Midi-Interface für den PC: z.B. sowas http://www.thomann.de/de/maudio_midisport_uno.htm
        Die Software am PC spielt die Midifiles nicht über die Soundkarte Deines PC ab.
        Ein Midifile ist kein Audio-File.
        Im Midifile stehen nur die Noten und die Instrumenten Zuordnung.
        Dein PC nutzt dann als Klangerzeuger Dein E-Piano.

        Du brauchst nur 1 Kabel von Midi-Interface des PC zum Piano.
        Am Midi Interface sind auch DIN Buchsen.

        Gruß
        Sven
        Meine Instrumente::Tyros 5 - 76, Korg 01/W FD, Yamaha APX (E-Akkustik Gitarre), , Ovation Legend Natural Cedar (Nylon-Saiten), Fender Mexico Strat (E-Gitarre), Squier Strat (E-Gitarre), Höfner Konzert Gitarrre

        Kommentar


          #5
          Hallo Pierrette,
          Zitat von Pierrette Beitrag anzeigen
          ... Ich habe jetzt einen Klavierkurs gebucht. Da bekomme ich Midi-Files als Begleitmusik (Drums usw.) für meine Übungen. Ein Programm zum Abspielen der Midi-Files für den PC bekomme ich, heißt "Songrobot".

          Meine Frage: Ich höre die Musik die ich auf dem Klavier spiele nur über Kopfhörer und deshalb macht es nicht viel Sinn, wenn ich die Midifiles über den PC abspiele und nicht hören kann, weil ich den Kopfhörer aufhabe.

          Deshalb möchte ich die Midifiles irgendwie (über die Anschlüsse) in das Klavier bekommen und dazu spielen und das ganze dann über den Kopfhörer hören. ...
          ich halte die hier bisher beschriebenen Lösungen (mittels MIDI-Interface) in deinem Fall nicht für zielführend:

          Das CLP-123 unterstützt nicht die Midifile-Standards GM bzw. XG. Die CLP-123-Klangerzeugung kann also vermutlich keine Drum-Instrumente erzeugen und auch keine anderen GM/XG-Standard-Instrumente (nur die acht, am Bedienfeld auswählbaren Sounds). Das Abspielen von Standard-Midifiles über die CLP-123-Klangerzeugung würde daher wohl nichts bringen ...

          Das PC-Programm "Songrobot" spielt Midifiles entweder über den "Microsoft GS Software Synth" ab (eine virtuelle MIDI-Klangerzeugung in jedem Windows-PC), oder es gibt in diesem Programm einen eigenen "Software Synth" (was ich derzeit nicht weiß), der dann unter Umständen "bessere" Sounds bereitstellt. Als "Begleitmusik" dürfte diese Soundqualität in jedem Fall genügen.

          Im Grunde geht es in deinem Fall nur darum, das Kopfhörer-Signal des PCs (Ausgang der PC-Soundkarte) und das Kopfhörer-Signal des CLP-123 zusammenzuführen (zu "mischen"). Im einfachsten Fall besorgst du dir lediglich ein Kabel mit einem 3,5 mm Stereo-Mini-Klinkenstecker auf der einen sowie zwei Cinch-Steckern auf der anderen Seite und verbindest damit den Kopfhörer- oder Line-Out-Ausgang der PC-Soundkarte mit den "OPTIONAL IN L/R"-Eingängen auf der Rückseite des CLP-123:


          Das vom PC kommende Signal wird dann über die CLP-Lautsprecher bzw. einen am CLP angeschlossenen Kopfhörer wiedergegeben. Die Lautstärke der "Begleitmusik" stellst du direkt in "Songrobot" bzw. über die Lautstärkeregelung des PCs ein (Lautsprecher-Symbol in der Taskleiste von Windows).

          Viel Erfolg!


          P.S.
          Eine MIDI-Verbindung zum PC brauchst du nur, wenn du dein Spiel am PC aufnehmen und nachbearbeiten willst. Ob "Songrobot" dafür ausgelegt ist, weiß ich leider nicht. Wenn nicht, könntest du hierfür ein kostenloses MIDI-Sequencer-Programm verwenden, wie "Logic Fun". In solche Sequencer-Programme muss man sich jedoch auf jeden Fall zunächst einarbeiten sowie die MIDI-Grundlagen verstehen.
          Zuletzt geändert von t4chris; 04.05.2015, 17:34. Grund: P.S.
          Gruß
          Christian

          Alle sagten immer: "Das geht nicht!" . Doch dann kam jemand, der dies nicht wusste – und hat es einfach gemacht ...

          Kommentar


            #6
            Hallo Christian,

            das werde ich mal am Wochenende versuchen, so ein Kabel habe ich praktischerweise auch schon zuhause. Aber ich wusste gar nicht, dass das CLP 123 auch einen OPTIONAL IN L/R hat. In der Bedienungsanleitung meine ich gesehen zu haben, dass es zwei Ausgänge hat (sehen so aus wie beim Kopfhörer, nur eben die größere Variante) und dann noch 3 von den DIN-Buchsen. An Chinch (so sieht es jedenfalls auf deinem Bild aus) kann ich mich jetzt gar nicht erinnern (bin gerade nicht zuhause, sonst könnte ich nachsehen ;-).

            Ja, ich will eigentlich nur das was der Songrobot ausgibt (in diesem Fall die Begleitung) durch das Klavier durchschleusen und im Kopfhörer hören. Wenn das so klappen würde, wäre es toll!

            Danke für die Info!

            Viele Grüße von Pierrette
            Zuletzt geändert von Pierrette; 07.05.2015, 17:14.

            Kommentar


              #7
              Hallo Pierrette,

              danke für die Rückmeldung!


              P.S.
              Im CLP-123-Handbuch auf Seite 24 werden die Optional-In-Anschlüsse beschrieben. Nach den Abbildungen zu urteilen dürfte es sich um Cinch-Buchsen handeln.
              Gruß
              Christian

              Alle sagten immer: "Das geht nicht!" . Doch dann kam jemand, der dies nicht wusste – und hat es einfach gemacht ...

              Kommentar


                #8
                Ja, sind Chinch und ich konnte das auch managen. War nur das Problem, dass, als ich die Chinch-Anschlüsse ins Klavier gesteckt hatte, ich, wenn ich den Klinkenstecker anfasste es ganz schlimm gebrummt hat, auch als ich den Anschluss in den Kopfhörerausgang des PC steckte gab es erst Mal einen Brummton und jedes Anfassen des Klinkenanschlusses, bzw. ein Wackeln am Kabel (weil zunächst nur auf einem Ohr was rauskam) löste das dann aus. Irgendwie auch, wenn ich den Kopfhörer aufhatte im Hintergrund ein (ganz) leises Brummen (hört man aber nicht, wenn die Musik dann startet). Ist das normal? Oder liegt es an den Anschlüssen, würden vergoldete Anschlüsse das lindern oder gibt es noch etwas anderes, was ich da falsch mache?

                Trotzdem erst Mal vielen vielen Dank, ich konnte schon ein kleines Stück mit Hintergrundmusik spielen und habe beides zusammen auf dem Kopfhörer gehört. Das ist eine tolle Erfahrung. So macht Lernen Spaß

                Früher am Abend habe ich meinen PC per Bluetooth an meinen JBL-Lautsprecher angeschlossen und das Klavier mit dem Kopfhöreranschluss per Klinkenkabel auch an den JBL-Lautsprecher dran. Das klang auch ziemlich gut zusammen, auch hier kann ich es schön leise stellen, um die Nachbarn nicht zu ärgern (aber Nachts ist die Lösung mit dem Chinch dann doch besser ). Die Lautsprecher des CLP sind ja wirklich unmöglich und durchdringend und auch bei leisester Lautstärkeeinstellung dröhnt es durch's ganze Haus. Da meine Nachbarn sehr tolerant sind, wenn ich Blockflöten spiele, muss ich ihnen das nicht auch noch antun.

                Viele Grüße von Pierrette

                Kommentar


                  #9
                  Hallo Pierrette,
                  Zitat von Pierrette Beitrag anzeigen
                  ... War nur das Problem, dass, als ich die Chinch-Anschlüsse ins Klavier gesteckt hatte, ich, wenn ich den Klinkenstecker anfasste es ganz schlimm gebrummt hat, auch als ich den Anschluss in den Kopfhörerausgang des PC steckte gab es erst Mal einen Brummton und jedes Anfassen des Klinkenanschlusses, bzw. ein Wackeln am Kabel (weil zunächst nur auf einem Ohr was rauskam) löste das dann aus.

                  Irgendwie auch, wenn ich den Kopfhörer aufhatte im Hintergrund ein (ganz) leises Brummen (hört man aber nicht, wenn die Musik dann startet). Ist das normal? Oder liegt es an den Anschlüssen, würden vergoldete Anschlüsse das lindern oder gibt es noch etwas anderes, was ich da falsch mache? ...
                  dass es brummt, wenn du das Kabel zuerst am "Optional In"-Eingang des CLP anschließt und dann das "offene" Ende, also die Spitze oder den Ring des Miniklinkensteckers auf der anderen Seite berührst, ist "normal" bzw. liegt an der von dir beschriebenen Vorgehensweise. Beim Einstecken am PC hast du dann ebenfalls "Störgeräusche". Unter Umständen können durch diese unsachgemäße Vorgehensweise sogar die Lautsprecher an deinem CLP bzw. dein Kopfhörer beschädigt werden!

                  Gehe bitte folgendermaßen vor:
                  Am besten schließt du das Verbindungskabel (PC ---> CLP) bereits bei ausgeschaltetem CLP an. Zumindest solltest du zuerst den Stecker am PC anschließen und dann erst die beiden Cinch-Stecker am CLP. So sollten auch bei bereits eingeschaltetem CLP keine größeren Störgeräusche auftreten. (Beim Abziehen der Stecker gehst du in umgekehrter Reihenfolge vor.)

                  Wenn bei ordnungsgemäß angeschlossenem Kabel ein (leichtes) Dauerbrummen hörbar ist, kann dies verschiedene Ursachen haben: Falls der PC an einer anderen Steckdose hängt als das CLP, schließe bitte mal beide Geräte an dieselbe Steckdose an. Unter Umständen kann auch das Drehen EINES der beiden Stecker in der Steckdose um 180 Grad etwas bringen.

                  Wenn du ein Laptop/Notebook verwendest, stecke mal probeweise dessen Netzteil aus. Außerdem könnte es an einem "schlechten", also schlecht abgeschirmten, einem zu langem oder auch einem defekten Audiokabel liegen. Das Audiokabel sollte auch nicht parallel zu Netzkabeln verlegt sein/werden.

                  Vergoldete Anschlüsse haben theoretisch einen "besseren Kontakt" bzw. die Kontakte oxidieren weniger. Ein vorhandenes Brummen wirst du jedoch wohl nicht durch Verwendung derartiger Kabel wegbekommen ...
                  Zuletzt geändert von t4chris; 08.05.2015, 20:40. Grund: Ergänzung
                  Gruß
                  Christian

                  Alle sagten immer: "Das geht nicht!" . Doch dann kam jemand, der dies nicht wusste – und hat es einfach gemacht ...

                  Kommentar

                  Lädt...
                  X