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Selbstbau-Leslie Schalter für P-125

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    Selbstbau-Leslie Schalter für P-125

    Hallo,
    besitze seit kurzem ein P-125 für kleinere Auftritte. Das Stagepiano besitzt einen Orgelklang, bei dem der Leslie-Effekt in der Geschwindigkeit umschaltbar ist. Leider funktioniert das (meines Wissens) nur, wenn man die Pedaleinheit dazu benutzt und am Holzunterteil besfestigt. Das wollte ich nicht, das P-125 sollte gut zu transportieren sein. Freundlicherweise passt an der von Yamaha verbauten Anschlussbuchse für die Pedaleinheit ein sechspoliger Mini-DIN-Stecker, wie er früher an den Computermäusen dran war. Also fix eine alte Computermaus seziert und das Kabel samt Stecker entfernt. Meine Maus hatte vier Anschlussedrähte Jetzt begann das Probieren: Orgelregister eingeschaltet, was Schwereres auf die Tastatur gelegt, damit ein Dauerton erklang, den Stecker in die Pedaleinheit-Buchse eingesteckt und wechselweise immer zwei Drähte kurz(!) verbunden und wieder getrennt. Und siehe da, wenn ich die orange und blaue Litze kurz verband, wechselte das Leslie die Geschwindigkeit und lief an bzw. wurde langsam. Die Yamaha-Ingenieure mögen mir verzeihen, so ganz steril ist die Methode nicht, es gibt auch Anschlüsse, die man wohl nicht verbinden sollte, zumindest "schwieg'" bei einer Kombination das Keyboard kurz und das Register wechselte auf Piano.Wahrscheinlich hatte ich einen Kurzschluss erzeugt. Na, immerhin, habe ich an die zwei funktionierenden Litzen des Mauskabels eine Klinkenbuchse gelötet und kann jetzt mit irgendeinem Taster das Leslie umschalten. Da ich mir ein Halbpedal zugelegt habe, war der beigelegte Sustaintaster übrig und ich kann den fürs Leslie benutzen. Noch angenehmer wäre es vielleicht, wenn man irgendwo die Anschlussbelegung der Buchse für die Pedaleinheit nachlesen könnte.
    Aber vielleicht gibt's ja im Forum Informationen.
    Zuletzt geändert von Kleines; 23.12.2018, 14:50.

    #2
    Hallo,
    Das orginal 3 Taster Pedal bekommst du für 69 Euro. Hier selber rumzubasteln ohne zu wissen was im Pedal ist ist schon verdammt naiv.

    Warum schickt du keine Mail an Yamaha selbst und lässt dir den Belegungsplan schicken oder du bestellst dir so ein Pedal online und misst es aus wenn du keine Info bekommst.
    Das was du machst ist gefährlich für dein Digitalpiano. Wenn du also länger Spass haben willst mit dem Instrument solltest du nicht so leichtsinnig handeln.

    >>Menschen, die etwas für unmöglich halten, sollten niemals andere stören, die es gerade vollbringen!<<

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      #3
      Ich zitiere mal die Yamaha-Produkt-Webseite:
      Leicht zu transportieren und extrem vielseitig: Mit diesem Instrument können Sie wirklich überall Ihrem Spaß am Klavierspielen nachgehen.

      Aber anscheinend bitte ohne Pedal. Wer trägt denn so einen "Pedalbaum" mit sich rum?
      Und wenn's schon ein proprietärer Stecker sein muss, kann man doch wenigstens auch eine mobile Variante anbieten.

      Ich nutze übrigens schon sehr lange ein Mehrfachpedal, dass ich aus meinem damaligen D-Piano ausgebaut habe und selbst mit einem (transportfähigen) Gehäuse versehen habe.

      Für drei Pedal sind 69€ nicht viel Geld. Ein billiges Sustain-Pedal kostet 16€ - mal drei = 48€ - bleibt eine Differenz von max. 21€.
      Ich würde vermutlich dieses Pedaldingsbums kaufen und es in ein DIY-Gehäuse bauen.
      LG, Clemens

      _______________________________
      Alle elektrischen Geräte arbeiten intern mit Rauch. Tritt dieser Rauch aus, funktioniert das Gerät nicht mehr.

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        #4
        Hallo,

        vielen Dank für eure Antworten. Das P-125 und mein Leslie-Schalter funktionieren immer noch störungsfrei.

        Für die Schaltfunktion, die ich dafür verwende, ist bei der Pedaleinheit das ganz linke Pedal zuständig, das Leisepedal. Anders als beim rechten, dem Sustainpedal, das als Halbpedal (Regler) ausgelegt ist, handelt sich's bei linken nur um einen Schalter, auch für die Leslie-Geschwindigkeit.

        Dass dafür in der Anschlussbuchse des P-125 zwei Leitungen zuständig sind, ist naheliegend. Insofern habe ich nicht "naiv rumgebastelt" und die Gefahren für mein Instrument waren bei der oben beschriebenen Vorgehensweise überschaubar. Allerdings geht wohl die Gewährleistung verloren, wenn nicht vorgesehenes Zubehör verwendet wird. Andrerseits kann jeder theoretisch in die am P-125 vorhandene Sustainbuchse ein Pedal irgendeines Herstellers anschließen, um dann evtl. festzustellen, dass es nicht funktioniert.

        Die Pedaleinheit zu kaufen und umzubauen hatte ich zuerst auch überlegt, der Aufwand ist allerdings höher. Mache ich vielleicht noch. Ich verwende übrigens auch noch eine Pedaleinheit von einem alten Clavinova, die ich damals in ein "DIY-Gehäuse" eingebaut habe. Die hat aber einen anderen Anschluss und kein Halbpedal. Um die anzuschließen, hätte ich auch wieder "probieren" müssen.

        Das geniale freistehende Dreifachpedal der Konkurrenzfirma R. hab ich an einem R.-Masterkeyboard hängen, es hat drei Stereo-Klinkenstecker als Anschlüsse und die Funktion ist nicht mit dem P-125 kompatibel. Mit dem Anschluss fürs ganze linke Pedal schalte ich beim Sk1 das Leslie, beim Motif XF geht das leider nicht, weil ich da in einem Fall das Pedal ständig drücken müsste. (Dessen assignable footswitch Anschluss benötigt einen Umschalter, zumindest habe ich noch nix anderweitiges entdeckt...)

        Das P-125 ist ein kostengünstiges Instrument mit gutem Preisleistungsverhältnis, deshalb wagt man sich vielleicht eher an Experimente und freut sich, wenn sie gelingen.... Die Garantie geht auch nicht verloren, da ja keiner weiß, was man eingestöpselt hat (Witzle).

        Grüße

        *Kleines

        (* ist der (inzwischen unpassende) Name unserer Katze...)

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          #5
          Dann drück ich dir in Zukunft die Daumen dass sich dieses Witzle nicht irgendwann ne Menge Geld kostet. Manchmal ist es einfacher ein Telefon in die Hand zu nehmen mit einem Techniker zu sprechen der sich damit auskennt und dir dann die Beschaltung zukommen lässt. Hast du eine Netzspannung auf einem Pin dann kann dir das schnell mal ne Platine ins Jenseits schicken.
          Das hätte dann sicher zur Folge dass du dich um das Pedal nicht mehr kümmern musst.


          Ohne Schaltplan und Informationen ist es eine rein Glücksache und kein Witzle und somit nicht naiv sondern "verdammt Naiv"!
          >>Menschen, die etwas für unmöglich halten, sollten niemals andere stören, die es gerade vollbringen!<<

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            #6
            Hallo MrRap,
            Das P-125 wird mit einen 12 V Steckernetzteil betrieben. interessant wäre in dem Zusammenhang die Frage, wie man da Netzspannung auf einem Pin haben soll, ausgerechnet an der Pedalbuchse???
            Grüße
            Kleines

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              #7
              Ich habe 15 Jahre Support für Gulaschsuppe aus Dosen gemacht und Keyboards. Es kommt nicht wenig vor dass Leute die Netzspannung über freie Pins schicken um z.B. kein zusätzliches Netzteil zu betreiben. Hinzu kommt die Frage warum wird ein Netzteil verwendet, das würde mich schon mal nachdenklich stimmen.


              Sicher würde ich es nicht beschreiben wenn sich Leute mit basteleien ihre Geräte zerstört haben. Nicht das Basteln ist das Problem sondern nicht zu wissen was hinter der Buchse passiert und was dein Vorbesitzer schon gemacht hat.

              In dem Sinn ein besinnliches Fest und friedvolle Netzspannung.
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                #8
                Hallo Kleines,

                vom P-125 liegen mir leider keine Service-Unterlagen vor. Ich VERMUTE jedoch, dass die Belegung der 6-pin-Pedalbuchse identisch ist mit der Belegung am P-115. An den Pins 5 und 6 der Buchse liegt demnach MASSE ("DGND"), an den Pins 1 und 2 das Poti für die DAMPER-Funktion, an Pin 3 der SOSTENUTO-Pedal-Switch und an Pin 4 der SOFT-Pedal-Switch.

                Natürlich sind diese Angaben ohne Gewähr! Grundsätzlich empfehle ich in solchen Fällen, wie bereits erwähnt wurde, Kontakt mit dem Yamaha-Support aufzunehmen.


                Gruß
                Christian

                Alle sagten immer: "Das geht nicht!" . Doch dann kam jemand, der dies nicht wusste – und hat es einfach gemacht ...

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                  #9
                  Danke Chris,
                  gibt es hier nicht mal die Möglichkeit eine Rubrik zu eröffen wo die Mods die Möglichkeit haben solche Daten dort abzulegen. Immer wieder sucht man alte Dinge und trägt sie mühevoll zusammen. So wäre es doch sicher hilfreich auch für Techniker sich auf ein Archiv zu greifen um schnell Pläne und Tips zu bekommen.
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                    #10
                    Martin
                    das gibt es.
                    yamaha hat eine Plattform dafür im registrierten extranet.
                    Dies sind aber Themen welche nicht im öffentlichen Bereich stehen sollen....

                    gruss und frohes Fest aus Pforzheim
                    frank
                    Für Fragen rund um Keyboards (GENOS, Tyros, PSR-S&Co) , Digitalpianos (CVP/CSP/P..)und PA gerne parat.www.musik-city.de
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                      #11
                      Hallo Frank,
                      danke für die Info. Dann haben ja die Techniker den Zugriff wie es auch sein soll. Daumen hoch!

                      dir und deiner Familie morgen ein schönes Fest und ruhige Feiertage.
                      >>Menschen, die etwas für unmöglich halten, sollten niemals andere stören, die es gerade vollbringen!<<

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                        #12
                        Hallo t4chris,
                        herzlichen Dank für deinen weiterführenden Beitrag. Ich denke nicht, dass Yamaha die PIN-Belegung der Pedal-Anschlussbuchse als Betriebsgeheimnis einstuft, kann aber auch die verstehen, die die Infos haben und aus plausiblen Gründen nicht verraten wollen. (Ob das beim Kunden die gewünschte Vertrauensgrundlage herstellt, will ich nicht beurteilen.)
                        Werde bei Gelegenheit beim P-125 überprüfen, ob die Belegung identisch ist.
                        Nachmals vielen Dank an alle, die sich mit ihren Statements einbrachten und frohe Weihnachten!
                        Kleines

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