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Grundsätzliche Vorgehensweise bei Begleitungen

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    Grundsätzliche Vorgehensweise bei Begleitungen

    Hallo Leute,

    ich habe da eine grundsätzliche Frage bezüglich Performances bzw. Styles (wie sie bei den Arranger-Keyboards heißen): Wenn Ihr Stücke nachspielt, nehmt Ihr dann fertige Performances/Styles aus dem entsprechenden Keyboard oder erstellt Ihr Eure eigenen? Ich habe zwar kein Arranger-Keyboard sondern ein MOXF (daher habe ich auch in diesem Unterforum gepostet), aber es würde mich interessieren wie Ihr bei diesen Keyboards vorgeht?

    Klar, mit vorhandenen Presets kommt man dem original Stück/Song nicht unbedingt nahe, aber bei einigen ist das evtl. nicht so wichtig. Z.B. übe ich gerade viele Weihnachtsstücke aus gegebenem Anlaß. Ich habe mir dazu einige Performances selber zusammen gestellt, aber nur mit den Preset-Arps des MOXF. Bei solchen Stücken funktioniert das sehr gut, klingt alles klasse. Nur ist die gleiche bzw. ähnliche Begleitung bei mehreren Strophen natürlich etwas langweilig. Wie macht Ihr das?

    Aus meinen bisherigen Erfahrungen muß man ja beim Aussuchen bzw. Erstellen einige Punkte beachten:

    1. Taktung
    Falls die Taktung nicht stimmt könnte man die Melodie-Noten evtl. etwas länger halten bzw. die ganze Meoldielinie etwas lang ziehen, so das sie in den Takt passt.

    2. Form
    Es gibt zwar einige unterschiedliche Arps beim MOXF für die Songteile, wie Intro, Fill, Bridge, Ending etc. und bei Styles ist es ja wohl so ähnlich, aber reichen die Presets für (evtl. auch noch komplexe) Songs? Manchmal ist es mir ein bißchen zu wenig. Wie ist das z.B. beim Tyros?

    3. Instrumente
    Naja, hier ist ja im Grunde alles möglich. Nutzt Ihr Instrumente die möglichst nahe ans Original kommen oder wählt Ihr nach Gehör aus?

    Es wäre für mich sehr interessant zu erfahren, wie die Profis hier diesbezüglich vorgehen. Evtl. kann auch jemand etwas dazu sagen, der ein Entertainer-Keyboard (Tyros etc.) im Einsatz hat!?

    Danke und Gruß
    Chris

    #2
    Hallo Chris,

    Deine Vermutung ist richtig: es ist ein grundlegender Unterschied, ob ich (meine Musik) als "Solist" oder "Begleiter" vortrage.

    Der "solistische Vortrag" setzt ein gutes Arrangement voraus, wo ich mir genau überlegt habe, welche Instrumente ich bei den verschiedenen Teilen (Abschnitten) des Titels einsetze und dazu mache ich mir die entsprechenden Registrationen fertig, die ich dann beim Spielen abrufe.

    Beim "Spielen als Begleitung" muß das Konzept anders sein, hier kommt es nicht auf den "solistischen Einsatz" an, der sich durch das ganze Stück hindurch zieht, weil in der Regel entweder Gesang oder ein Solist (als Bläser oder was auch immer) das Spielen der Melodie übernimmt. Für den Begleiter (als "Tastenquäler" ) bleibt dann in der Regel ein ausgedünnter Part übrig, in Form von "Einwürfen" als Pianist, Arpeggien oder auch nur (ausschmückende, höherwertige) durch Harmonien/Akkorde. Oftmals geht die Begleitung auch in Richtung von Improvisation und soll den Vortrag einfach etwas ausschmücken. Auch ist die Spielweise dann eher dezent.....

    Ich denke, man muß sich auch mit diesem Thema gezielt beschäftigen, wenn man öfters mal andere Personen "begleiten will".....
    Es kommt dabei auch auf die eigene Qualifikation an, auswendig spielen, improvisieren, typische Akkordfolgen kennen/können, sich rhythmisch anpassen können..... sicher kein "leichtes Spiel"........
    ---------------------------------------------------

    Gerd

    Yamaha HX-1; dann dazu Tyros-2, jetzt Tyros-4; Cubase-SE;
    Keyboardclub "S...." in Berlin-Tempelhof - sucht "jüngere" Keyboardspieler.....

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      #3
      Hallo Gerd,

      vielen Dank für Deine Antwort,

      Zitat von genterlein Beitrag anzeigen
      Deine Vermutung ist richtig: es ist ein grundlegender Unterschied, ob ich (meine Musik) als "Solist" oder "Begleiter" vortrage.
      ...ich hatte natürlich noch erwähnen sollen, daß ich die "OneMan-Band" meine, also alleine Begleitung und Melodie spielen. Normalerweise spielt man ja mit der linken Hand die Akkorde zur Steuerung der Begleitung und mit der rechten Hand die Melodie.

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        #4
        Der zu wählende Style wird ja bereits durch das Vorbild vorgegeben. Man hört ja am Vorbild, ob es ein Swing, eine Rumba, Walzer oder Cha Cha, Beat oder Disco ist. Das Taktmaß ist leicht erkennbar. Beim Vorliegen der Noten spielt man einfach die Noten ab.
        Um ein Stück nach Gehör zu spielen, muss man schon sehr gut sein, denn oft trügt einen die Erinnerung und alles geht aus dem Ruder. Ich bewundere Profis, die das locker hinbekommen.
        Gerade bei den Intros ist es gar nicht so einfach, sich alles vorher einzuprägen.

        Man kann natürlich einen Walzer als Swing arrangieren, doch ich halte mich eher an das Vorbild, der Komponist wird sich mit seiner Komposition schon etwas gedacht haben.

        Die Begleitrhythmen dünne ich ohnehin aus, denn ich will ja selbst spielen und mich nicht durch eine Begleitung übertönen lassen. Das Begleitarrangement würde ich ohnehin als Vorschlag empfinden. Mir reicht das Schlagzeug mit dem Bass völlig aus. Alles andere spielt man selbst.
        Insofern ist es dann völlig egal, ob ein Werksstyle ein bestimmtes Lied vor Ohren hatte.

        Bei klassischen Weihnachtslieder reichen die vorhandenen Werksstyles völlig aus. Bei denen aus dem Popbereich kann man auch getrost auf diese zurückgreifen. Will man diese jedoch mit anderen Rhythmen spielen, dann kann man sich auch ein Mulitpad hierzu runterlegen. Hierzu gibt es ja eine eigene Rubrik.

        Zusammengefasst:
        1. Die Taktmaß wird durch das Original vorgegeben. Nach den Noten spielen und fertig.
        2. Die Werksstyles der Tyrosserie sind so umfangreich, dass man zunächst mal alles damit abdecken kann.
        3. Das Arrangement bleibt jedem freigestellt. Das macht ja gerade den Spaß am Musizieren aus, dass man seine Stücke selbst arrangieren kann.
        Gruß Lutz

        Tyros 3

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          #5
          Hallo.
          Ich habe zwar einen Motif Es Synthesizer und spiele darauf für den Hausgebrauch, aber nachdem ich auch auf der Keyboardseite mal lese, denke ich, dass es auch so ähnlich funktioniert. Wenn ich z. B. ein Lied aufnehme, dann suche ich mir auch ein passendes Style raus. Gehört an einer bestimmten Stelle vom Lied noch was beim Schlagzeug mit rein, wähle ich mit den Drumstyles die auf der Tastatur liegen den passenden Klang aus und nehme den dann mit "overdub" über der Rhytmusbegleitung auf, indem ich das dann einspiele. Auch habe ich mir schon einige Rhytmusbegleitungen selber Stück für Stück komplett selber kreiert. So hat schon mancher Zuhörer das als Gut empfunden . Auch wenn es etwas anders ist, aber evtl. hier und da das bestimmte Geräusch, oder Effekt dann kommt.

          Gruß Bernhard

          Kommentar


            #6
            Erstmal vielen Dank für Eure Antworten.

            Zitat von Keys Beitrag anzeigen
            1. Die Taktmaß wird durch das Original vorgegeben. Nach den Noten spielen und fertig.
            ...und wenn das Original eine andere Taktung aufweist als das Style oder anders herum? Dann muß man ja die Melodie-Noten beim Spielen an das Taktmaß anpassen (langziehen oder kürzer spielen).

            Zitat von Keys Beitrag anzeigen
            2. Die Werksstyles der Tyrosserie sind so umfangreich, dass man zunächst mal alles damit abdecken kann.
            Hat der Tyros auch etwas für Metal zu bieten?

            Zitat von Keys Beitrag anzeigen
            3. Das Arrangement bleibt jedem freigestellt. Das macht ja gerade den Spaß am Musizieren aus, dass man seine Stücke selbst arrangieren kann.
            Schon klar. Ich meinte es nur, wenn man so nahe wie möglich ans Original heran kommen möchte.

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