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Instrumenten Definition Clavinova CVP-609 Cakewalk Sonar X3

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    Instrumenten Definition Clavinova CVP-609 Cakewalk Sonar X3

    Hallo zusammen,

    viele Clavinova-Besitzer scheinen sich hier nicht zu beteiligen, trotzdem wage ich mal eine Frage:
    ich möchte gerne mein CVP-609 mit Cakewalk Sonar bedienen, d.h. das Keyboard als Master-KB benutzen und die internen Sounds (UND Styles?) von Sonar aus abrufen und wieder als Audio nach Sonar zurück routen. Ich benutze ein externes Audio Interface (Yamaha-Steinberg).

    Anschlussmäßig stellt sich bereits die Frage, ob ich das Clavinova lieber via MIDI (IN & OUT) verbinden, oder lieber USB verwenden sollte. Macht das einen Unterschied?

    Für Sonar braucht man bei externen Instrumenten eine Instrumenten Definitions Datei, die z.B. für das CVP-309 verfügbar ist und die ich bereits für mein PF-1000 einigermaßen erfolgreich benutzt habe. Früher hat Yamaha solche Dateien für einige Instrumente tatsächlich zur Verfügung gestellt (lang ist's her). Jetzt könnte ich eine solche Datei für das CVP-609 gebrauchen...

    Die meisten Fragezeichen ergeben sich allerdings, wenn ich mit Styles arbeiten will. Kann man das Clavinova via MIDI in einen bestimmten Modus setzen? Kann ich via MIDI den Style auswählen? Kann ich alle vom Clavinova gespielten Tracks aufnehmen, so dass sie anschließend genauso wiedergegeben werden und dann die Sounds der einzelnen Tracks ändern?

    Falls jemand Erfahrungen mit dem Thema hat, wäre ich für eine Antwort dankbar!

    #2
    Hi,

    also ich hab versucht von meinem Cubase Playback MIDI Dateien durch Instrumente meiner CVP 709 abspielen zu lassen.

    Funktioniert so nicht, weil:
    für diese MIDI Spur noch extra Einträge eingegeben werden müssen um sie für die Clavi erkennbar zu machen, wie hier von einem Support MA gemailt:
    ------------------------------------------------------------------------------
    In den Header kommt die Systemvorbreitung.
    Soll heissen, das File sagt dem Instrument, was passieren soll:

    1
    Hallo Instrument, ich bin ein Midifile und halte mich an den GM Standard
    Der Befehl dazu lautet (Fachjargon "GM-Reset") F0 7E 7F 09 01 F7
    2
    Hallo Instrument, ich will zusätzlich die Möglichkeiten des Yamaha Instruments nutzen
    Der Befehl dazu lautet (Fachjargon "XG-Reset") F0 43 10 4C 00 00 7E 00 F7
    Jetzt ist das Instrument vorbereitet, Befehle entgegen zu nehmen. Zum Beispiel
    3
    Spiele mit dem Ambient Piano in Lautstärke 95
    usw.......
    -------------------------------------------------------------------------------
    Für mich so nicht zu verwenden. Da programmier ich mehr...

    Ich versuche derzeit meine Playbacks wie vorgesehen über den Stereoausgang zu an den Sequencer zu senden und schalte jene Instrumente
    die ich nicht drauf haben will aus und mach dann eine neue zusätzliche separate Spur.
    Man muss aber nachbearbeiten, weil natürlich nicht 100% synchron sind...

    Gruss
    wilander

    Kommentar


      #3
      Hallo Coucho,

      die einfachste Möglichkeit wäre wohl, zunächst ein Midifile direkt am CVP aufzunehmen und auf einem USB-Stick abzuspeichern. Dann kopierst du dieses Midifile auf den PC und importierst es in Sonar. Sollten anfangs alle MIDI-Daten in einer einzigen Spur angezeigt werden, musst du diese Spur zunächst "entmischen", also nach MIDI-Kanälen in mehrere Spuren auftrennen.

      Auf diese Weise hast du automatisch alle nötigen SysEx (z. B. den GM- und XG-Reset bzw. Effekt-SysExe) sowie alle nötigen Controller (z. B. Bank Select MSB/LSB), Program Changes usw. in Sonar.

      Wenn du nun allen Spuren als MIDI-Ausgabegerät den "richtigen" MIDI-Port (deines MIDI-Interfaces bzw. des Yamaha USB-MIDI Drivers) zuordnest und am CVP ein passendes MIDI-Setup gewählt ist, wird der in Sonar abgespielte Song exakt so wiedergegeben, als wenn er direkt am CVP abgespielt würde.

      Nun kannst du in Sonar sogut wie alles am Song verändern, zusätzliche Spuren einspielen usw.

      Falls du den Song wieder direkt am CVP laden willst, müssen ggf. in Sonar gesetzte Abspielparameter (z. B. Transposition oder Quantisierung) "normalisiert" (also in die Songdaten eingerechnet) werden. Dann kann der Song als Midifile (idealerweise im Format SMF0) exportiert werden.


      Ob man zur MIDI-Verbindung die DIN-MIDI-Buchsen (in Verbindung mit einem externen MIDI-Interface) ODER die USB-MIDI-Verbindung (mit installiertem USB-MIDI Driver) verwendet, ist prinzipiell egal. Wichtig ist, dass ein externes MIDI-Interface von guter Qualität ist, also bitte keinesfalls irgendwelche "No-Name-Teile" verwenden!

      Die USB-MIDI-Verbindung hat den Vorteil, dass "CVP-empfangsmäßig" ZWEI MIDI-Ports zur Verfügung stehen. Normalerweise sendet man vom PC-Sequencer die MIDI-Daten über den (USB-)MIDI-Port 1 an die internen SONG-Parts des CVPs. Im Falle der USB-Verbindung könnte man gleichzeitig noch über den zweiten MIDI-Port weitere 16 MIDI-Kanäle am CVP ansprechen, also z. B. die internen Style- bzw. die Tastatur-Parts.

      Hinweise zu den Einstellungen im MIDI-Setup findest du im CVP-609-Referenz-Handbuch ab Seite 88. Natürlich kann man bei Bedarf veränderte Einstellungen als USER-MIDI-Setup speichern.

      http://download.yamaha.com/search/pr...uct_id=1714921


      Bezüglich Instrumentendefinition:

      Auf der Website von Jørgen Sørensen gibt es ausführliche Hinweise zum Format bzw. zum Erstellen von .ins-Files (unter "Resources"). Natürlich bedeutet dies einiges an Arbeit, aber prinzipiell könntest du dir ein passendes .ins-File mit Hilfe der CVP-609 Data List selbst erstellen.

      http://www.jososoft.dk/yamaha/ins_files.htm


      Ich hoffe, meine Hinweise helfen dir erstmal weiter!


      P.S.
      Wozu willst du "via MIDI den Style auswählen"? Wenn du mit Midifiles arbeitest, brauchst du nach der Aufnahme den zugrunde liegenden Style nicht mehr (aufrufen). Zum schnellen Aufrufen bestimmter Spieleinstellungen arbeitet man normalerweise mit Registrationen.

      An Tyros-Modellen (T2 - T5) kann man Registrationen auch per MIDI von einem externen Gerät aus aufrufen. Bei CVP-Modellen ist dies meines Wissens jedoch NICHT möglich.
      Zuletzt geändert von t4chris; 23.03.2016, 22:53. Grund: P.S.
      Gruß
      Christian

      Alle sagten immer: "Das geht nicht!" . Doch dann kam jemand, der dies nicht wusste – und hat es einfach gemacht ...

      Kommentar


        #4
        t4chris,

        also mit meiner 709er kann ich am USB Stick nur Audidateien aber keine MIDI Spuren aufzeichnen. Das was am Lautsprecher rauskommt wird aufgenommen. Sonst nix.
        Mit Cubase geht das aufnehmen der MIDI Spuren. Das aufdröseln der einen MIDI Gesamtspur auch.

        Das zurückspielen von MIDI Files (auch die, die direkt von der Clavi kommen) und EINZELN abspielen und als Audiofile wieder aufnehmen über die Clavi geht eben nur mit dem manuellen bearbeiten jedder einzelnen Spur.
        Daher - für mich - zu vergessen.
        Das wollte ich eben auch, andere MIDI Spuren von meinem Playback mit Instrumenten der Clavi abspielen und als Audio Datei wieder aufnehmen.

        Ich behelf mir derzeit so, dass ich meistens Drum und Bass als erste Stereo Spur aufnehmen, dann über Cubase abspiele und gleichzeitig im Takt die nächsten Spuren dazuspiele und aufnehme.
        Klingt kompliziert, funktioniert aber ohne viel Nachbearbeitung ganz gut. Auch mit der Begleitautomatik.
        Nur muss man bei jeder zusätzlichen Spur das Schlagzeug leise im Hintergrund mitlaufen lassen....

        Und auf verschieden Lautsprecher kann ichs obendrein ausgeben. (Direct Routing heißt das in Cubase)

        Schade, dass das mit den MIDI Spuren nicht anders zu machen ist. Mit meiner KORG war das hin und herspielen kein Problem...
        Nichts desto trotz ist die 709er ein tolles Instrument. Bin sehr zufrieden.
        Wenn das für Homerecording auch noch praktikabel wär komm ich ja gar nicht mehr von derr Clavi weg....

        Gruss
        wilander

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          #5
          MIDI-Aufnahme am CVP-709 bzw. CVP-609

          Hallo wilander,
          Zitat von wilander Beitrag anzeigen
          ... also mit meiner 709er kann ich am USB Stick nur Audidateien aber keine MIDI Spuren aufzeichnen. Das was am Lautsprecher rauskommt wird aufgenommen. Sonst nix. ...
          dann schau doch bitte mal ins Handbuch deines CVP-709:

          Ab Seite 75 ist die "Song-Aufnahme" beschrieben, und zwar sowohl die MIDI-Aufnahme als auch die Audio-Aufnahme. Es kommt vor allem darauf an, ob du im Song-Aufnahme-Fenster "New MIDI" oder "New Audio" wählst.

          Weitere Infos zum Thema MIDI-Aufnahme/Song Creator findest du im CVP-709-Referenz-Handbuch ab S. 61.

          • Bei einer MIDI-Aufnahme liegt der aufgenommene Song zunächst im internen Speicher und muss nach Beendigung der Aufnahme auf den USB-Stick gespeichert werden. Es entsteht dabei ein XG-Midifile im Format "SMF0". Wenn ohne zu speichern ein anderer Song, also ein anderes Midifile, aufgerufen wird, geht die Aufnahme verloren!

          • Bei einer Audio-Aufnahme wird automatisch gleich auf dem USB-Stick gespeichert. Ein gesonderter Speichervorgang des Audiofiles ist daher NICHT nötig.


          Bei einer MIDI-Aufnahme kann man auch nur auf bestimmte Kanäle aufnehmen, also z. B. weitere Spuren hinzufügen oder bestehende Spuren neu einspielen.

          Wichtig ist, wie gesagt, das MIDI-"Grundgerüst". Wenn du das am CVP aufgenommene Midifile mit Hilfe des USB-Sticks auf den PC überträgst, kannst du dort in Cubase bequem weiterarbeiten. Wenn du alle 16 Midikanäle ordnungsgemäß in Cubase auf die SONG-Parts des CVP routest (in Verbindung mit dem MIDI-Setup "All Parts" am CVP), klingt der Song beim Abspielen in Cubase exakt wie direkt am CVP abgespielt.

          Nun kannst du ALLES auf MIDI-Ebene bearbeiten, bis zur finalen Abmischung. Wenn du aus irgendwelchen Gründen dann mit einzelnen Audio-Spuren weiterarbeiten willst, musst du diese natürlich auch einzeln aufnehmen, also jeweils alle Spuren in Cubase muten, bis auf die aufzunehmende Stereo-Einzelspur, und dann auf diese Weise alle MIDI-Spuren nacheinander als getrennte Audio-Spuren aufnehmen.


          Du hast auf jeden Fall wesentlich mehr Möglichkeiten, wenn du zunächst auf MIDI-Ebene arbeitest. Ein paar Grundkenntnisse bezüglich des MIDI-Protokolls wirst du dir ggf. noch aneignen müssen. Dazu gibt es aber im Netz jede Menge "Input" ...


          Viel Erfolg!


          P.S.
          Natürlich kannst du über das per (USB-)MIDI mit dem PC verbundene CVP auch in Cubase neue Spuren einspielen oder bestehende Spuren vervollständigen. Bei einer neu erstellten MIDI-Spur kannst du in Cubase z. B. einfach den sogenannten Header (die Setup-Daten im ersten Takt einer Spur) aus einer bestehenden Spur in die neue kopieren und dann ein wenig anpassen (z. B. die BankSelect-Befehle und den ProgramChange, um eine bestimmte Voice auszuwählen.

          Alternativ könntest du mit der gewünschten Voice-Einstellung direkt am CVP ein weiteres kurzes Midifile aufnehmen. Dann hast du wieder automatisch alle benötigten Einstellungen und kannst diese in Cubase an den Anfang der betreffenden, neu einzuspielenden Spur kopieren.
          Zuletzt geändert von t4chris; 24.03.2016, 09:02. Grund: Titel
          Gruß
          Christian

          Alle sagten immer: "Das geht nicht!" . Doch dann kam jemand, der dies nicht wusste – und hat es einfach gemacht ...

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            #6
            Hi t4chris
            ,
            klingt gut.
            Werde das alles ausprobieren.
            Würde mich einen Schritt näher bringen zu dem was ich mir vorgestellt hatte.

            Das mit dem Header muss ich noch genau anschauen wie das konkret zu machen ist.

            Weil wenn das gesamthaft als MIDI importiert werden kann und dann alle Spuren einzeln mit dem Original Sound in Audio aufgenommen werden können, müssen die ja dann alle synchron laufen.
            Das wär schon was...

            Danke jedenfalls für die Super Tips.
            Beim Telefonsupport habens das nicht gewußt obwohl die auch sehr hilfreich waren wie man an dem an mich gesandten Mail sieht...

            Wird eine Zeit dauern bis ich durch bin.
            Bis dann

            Gruss
            wilander

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              #7
              Hi t4chris,

              habs natürlich nicht lang ausgehalten, das NICHT sofort zu probieren. Familie MUSS spazieren gehen...
              Es klappt tatsächlich so.

              Hab einen Song auf der Clavi gespielt und auf "USER" als MIDI Projekt in einem neu erstellten Ordner abgespeichert.
              Dann auf USB Stick kopiert und anschließend in ein neues Cubase Projekt importiert.
              Es kommen ALLE Spuren einzeln an. Aufdröseln ist nicht nötig.

              Mit Cubase abspielen, mit MIDI Kabeln (DIN Stecker) von meinem RME Fireface Cubase und Clavi verbinden (Slot 1), esklappt genau so wie du beschrieben hast.
              Wie wenn ich dort spiele. Selber Sound, nur sitzt dort niemand....

              Und anschließend hab ich jede MIDI Spur EINZELN abgespielt und gleichzeitig als Stereo Audio File aufgenommen. Funktioniert.
              Und hab jetzt alle als Audio Files mit dem Sound der Clavi vorliegen. Und die sind noch dazu völlig synchron.
              Und kann dann das mit Cubase bearbeiten, Plug ins dazu tun, unterschiedliche Lautsprecher (Heimanlage, Aktivboxen) ansteuern usw....

              Was besonders gut ist: Die einzelnen Spuren werden durch diese Vorgangsweise mit den entsprechenden Instrumentennamen benannt.
              Das ist, wenn du direkt mit Cubase gleichzeitig zur Audiospur eine MIDI Spur - was auch geht - dazu aufnimmst, nicht der Fall. Und klappt beim abspielen wegen fehlender Header auch nicht.

              MIDI Spuren verändern durch reinkopieren der Header kommt noch.
              Kenn mich noch zu wenig aus. Wär aber der logische nächste Schritt.
              Damit ich auch alle eigenen MIDI Spuren mit den virtuellen Instrumenten der Clavi abspielen und aufnehmen kann.

              Kommt meinen Vorstellungen schon recht nahe....
              Nochmals besten Dank für deine Tips

              Gruss
              wilander

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                #8
                Hallo wilander,

                vielen Dank für die ausführliche Rückmeldung! Schön, dass dir meine Hinweise weitergeholfen haben!


                Bezüglich "weitere Spuren":
                Statt eine neue, leere Spur anzulegen und dort dann die "Header"-Daten einer vorhandenen Spur reinzukopieren, kannst du natürlich auch einfach eine vorhandene Spur duplizieren und dann dort alle "überflüssigen" Daten herauslöschen.

                Dann nur noch einen anderen MIDI-Kanal für diese Spur einstellen, und schon kann's losgehen mit dem Neu-Einspielen dieser Spur.

                Falls du den Song wieder als Midifile (normalerweise im Format "SMF0") speichern/exportieren willst, ist darauf zu achten, dass die in Cubase vorgenommenen Änderungen der Abspielparamter (z. B. geänderte MIDI-Kanäle, Transposition, Quantisierung) vorher in die tatsächlichen MIDI-Daten eingerechnet werden müssen. Leider weiß ich gerade nicht, wie der entsprechende Befehl in Cubase heißt. (In LOGIC markiert man hierzu einfach ALLES und wählt dann "Sequenz-Parameter normalisieren" ).


                P.S.
                Du könntest übrigens am CVP auch gleich direkt auf dem USB-Stick speichern (nicht zunächst im USER-Laufwerk). Der Größe des internen Flashspeichers beträgt beim CVP-709 nämlich nur etwa 6,3 MB ...
                Zuletzt geändert von t4chris; 28.03.2016, 17:35. Grund: Ergänzung
                Gruß
                Christian

                Alle sagten immer: "Das geht nicht!" . Doch dann kam jemand, der dies nicht wusste – und hat es einfach gemacht ...

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